Bokeloh (at/jpw). Während des Starkregens in der Nacht zum vergangenen Freitag hatte sich an der Südseite eine Schlammlawine auf die Kreisstraße zwischen Mesmerode und Bokeloh ergossen. Dies führte zu stundenlangen Straßensperrungen.
Für den BUND kam der Vorfall nicht überraschend, heißt es in einer gestern verbreiteten Pressemitteilung, und er könne sich wiederholen. Der BUND hatte bereits Anfang 2005 in seiner Stellungnahme zur Erweiterung der Kalihalde Sigmundshall das Niedersächsische Landesbergamt auf die nach seiner Auffassung fehlerhaften Standsicherheitsberechnungen für die Haldenabdeckung hingewiesen.
Die Standsicherheitsberechnungen, so betonten Verteter des BUND jetzt auch während der Sitzung des Umweltausschusses der Region Hannover, seien auf Basis der Berechnung mit trockenem Abdeckmaterial vorgenommen worden. Die Wirkung der Durchnässung sei nicht berücksichtigt worden.
Von den Mitarbeitern der Region wollte der BUND auch wissen, ob Proben von dem Material genommen worden seien, das sich über die Straße ergossen habe. Die Region wies darauf hin, dass sie nicht Aufsichtsbehörde für die Kalihalde sei.
Das zuständige Landesbergamt hatte mitgeteilt, dass die Untersuchungen der Abspülungen der Halde andauern. „Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich nicht um eine Rutschung der Haldenböschung, sondern um Abspülungen von der Halde. Die Standsicherheit der Halde ist durch das Ereignis nicht ge-fährdet“, heißt es in einer Mitteilung des Bergamtes.
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