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Wunstorf / Fliegerhorst

LTG 62 steht vor einer „Operation am offenen Herzen“ bei laufendem Flugbetrieb


Nach der Stationierungsentscheidung für das Lufttransportgeschwader 62 am Standort Wunstorf herrscht auf dem Fliegerhorst Aufbruchstimmung. Das hat der Standortälteste, Oberstleutnant Guido Henrich, während des Neujahrsempfanges vor vielen Gästen aus dem öffentlichen Leben der angrenzenden Kommunen deutlich gemacht.

„Jetzt die Ärmel hochkrempeln“: Guido Henrich sieht den Fliegerhorst in Aufbruchstimmung. 

© jpw

Wunstorf (jpw). „Es erwarten aufregende Zeiten, und wir sind aufgefordert, die Ärmel hochzukrempeln und ehrgeizige Projekte in Angriff zu nehmen“, sagte Henrich. „Der Durchbruch, von dem wir träumen, ist jetzt möglich.“ Wer in großen Maßstäben denke, habe nun Rückenwind.

Nachdem die Verlängerung der Startbahn weit fortgeschritten sei, stünden nun weitere Baumaßnahmen an. „Es muss das gesamte Vorfeld – die Wartungs- und Instandsetzungshallen, die Feuerwehr, die Liegenschaftsgebäude, Wasch- und Enteisungsplätze sowie das Ausbildungszentrum – neu gebaut werden.“ Dieses werde quasi als Operation am offenen Herzen bei laufendem Flugbetrieb absolviert. Der Fliegerhorst rechnet mit der Aufnahme der ersten von 40 neuen A 400 M-Transportflugzeugen für Ende November 2014.

Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt beklagte in seinem Grußwort die allgemeine negative Einstellung gegenüber der Politik. Eberhardt reklamierte, dass das Land die Krippenplätze nicht so fördere, wie es ursprünglich verabredet gewesen sei. „Man kann nicht Schuldenbremsen fordern, das Sparen propagieren und gleichzeitig fordern, dass der Krippenausbau beschleunigt werden soll und dazu noch die Standards erhöhen“.

Der Wunstorfer Bürgermeister ging unter anderem auch auf die Probleme beim projektierten Abtransport der Asbesthalde auf dem ehemaligen Fulgurit-Gelände ein. Der Spielball liege nun eindeutig bei der Landesregierung. Sie müsse nun einfordern, dass die entsprechenden Schadstoffe von den zugelassenen Abfalldeponien in Schleswig-Holstein auch angenommen werden, wie es im Umweltrecht vorgesehen sei. Der Bürgermeister empfahl der Landesregierung – wie beim „Castor-Transport“ – gegenüber den anderen Bundesländern „mehr Widerstand in der Sache“ zu erkennen zu geben.

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