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Abenteuer Afrika

Obernkirchen Abenteuer Afrika

Anne Schmidt (24) aus Obernkirchen studiert Französisch und Englisch in Düsseldorf und hat sich beim Goethe-Institut in Afrika engagiert, das an der Verbreitung der deutschen Kultur und Sprache im Ausland arbeitet. SNack hat Anne nach ihrer Rückkehr besucht und über verrückte Taxifahrten, fremde Gepflogenheiten und ihren Arbeitsalltag gesprochen.

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Wieder zu Hause: Um viele Erfahrungen reicher ist Anne aus Afrika zurückgekehrt.

Quelle: vr

Obernkirchen. Willkommen zurück. Wo genau warst du in Afrika und wie lange bist du dort gewesen?

In Abidjan, das ist die größte Stadt an der Côte-Ivoire, auch bekannt als Elfenbeinküste. Ich war dort zweieinhalb Monate, von April bis Juni.

Wie kommt man auf Afrika? Das ist ja doch ein relativ exotisches Ziel.

Ich wollte schon nach dem Abitur dort hin, bin aber damals nicht gefahren. Jetzt in meiner Zeit zwischen Bachelor und Master wollte ich gerne etwas Sinnvolles machen und habe mich für das Praktikum am Goethe-Institut entschieden.

Wie haben deine Eltern und Freunde darauf reagiert?

Für die war es okay. Ich war auch schon in Südkorea, daher kennen sie solche Ziele von mir bereits.

Wo hast du gewohnt?

Ich habe in einer WG gelebt und hatte eine sehr nette Italienerin als Mitbewohnerin. Die Wohnung lag im Regierungsviertel und war dadurch sehr sicher.

Wie haben die Einheimischen auf dich reagiert?

Da habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Es waren alle immer sehr nett und hilfsbereit. Dort sind die Menschen Deutschland gegenüber auch positiv eingestellt, viele von ihnen möchten hier mal studieren oder ein Praktikum machen. Als wir an einer Schule waren, war ich mit meinen blonden Haaren und der hellen Haut gerade für die Kinder etwas besonderes, die in einer Traube um mich standen und meine Haare anfassen wollten.

Konntest du dich gut mit allen verständigen?

Ja, das war kein Problem. Die Amtssprache ist Französisch, da es dort früher eine französische Kolonie gab. Nur die Taxifahrten waren etwas kompliziert, da es keine Adressen gibt und man den Weg, wo man hin möchte, anhand von anderen Gebäuden oder Objekten beschreiben musste.

Was waren deine Aufgaben am Goethe-Institut?

Das Goethe-Institut vergibt Lehrmaterialien für Schulen in der Umgebung, wobei ich mitgeholfen habe. Auf dem Land sind die Bücher sehr alt und dort freuen sich alle, wenn sie neben den Büchern auch kleine Geschenke von uns erhalten. Außerdem bietet das Institut Stipendienprogramme für die Einheimischen an. Hier habe ich beim Auswahlprozess geholfen und habe den Reiseplan dann mit gestaltet. Es waren also hauptsächlich organisatorische Dinge.

Würdest du nochmal nach Afrika reisen wollen?

Ja, hinfahren würde ich sehr gerne nochmal, da es eine sehr positive Erfahrung für mich war. Nur Auswandern wäre für mich keine Option.

Würdest du anderen jungen Leuten so ein Praktikum empfehlen?

Man muss natürlich wissen, worauf man sich einlässt. Aber empfehlen würde ich es auf jeden Fall.

Interview: Virginé Rolke

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