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Abenteuer Amerika

Bachelor in den Rocky Mountains Abenteuer Amerika

Die Szene darf in keinem amerikanischen College-Film fehlen: Mehr als 200 Studenten in dunklen Roben stehen bei ihrer Graduierungsfeier zusammen und werfen die Hüte in die Luft. Was viele nur aus dem Kino kennen, hat Maik Brandt (23) selbst erlebt.

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Neben dem Fußball ist Maik auch das Studium wichtig. Den typisch amerikanischen Hut konnte er bei der Graduierungsfeier in Colorado zu seinem Bachelor-Abschluss fliegen lassen.

Quelle: kil

Stadthagen/Durango. Der gebürtige Stadthäger ist vor zweieinhalb Jahren nach Amerika aufgebrochen, um in Durango (Colorado) sein BWL-Studium zu beenden und als Profifußballer durchzustarten, wie gestern im Lokalsport zu lesen war.

Kurz vor Weihachten hat sich Maik selbst das größte Geschenk gemacht – und es hat gar nichts mit Fußball zu tun. In schwarzer Robe und seinem Bachelor in Business Administration stand der 23-Jährige an seinem College in der Menge und ließ den Hut fliegen. „Ein Traum wurde wahr – plötzlich war ich mittendrin“, sagt er im SNack-Gespräch.

Direkt nach der Graduierungsfeier ist er nämlich ins Flugzeug gestiegen, um pünktlich zu Weihnachten wieder zu Hause in Stadthagen zu sein. Allerdings nur für wenige Wochen. Denn noch im Februar geht der 23- Jährige auf Einladung eines amerikanischen Proficlubs zu einem Probetraining zurück nach Denver, Colorado. „Es ist ein gutes Gefühl, die Welt zu sehen“, sagt er.
Mit dem Sportstipendium in Amerika hat er sich bereits einen großen Traum erfüllt, der noch nicht zu Ende ist.

Wie genau es jetzt für den 23-Jährigen weiter geht, ist noch offen. Sollte er mit dem Fußball jetzt richtig durchstarten können, müsste das geplante Master-Studium erstmal hinten anstehen.

Maik ist auf dem besten Wege, in die amerikanische Profiliga einzusteigen. Parallel auch das Studium zu verfolgen, war ihm bislang aber immer genauso wichtig, wie der Sport. Viel Freizeit bleibt da nicht übrig. „Morgens College, dann Training und abends nochmal an den Schreibtisch, um den Studienstoff aufzubereiten.“ Und die Mühe hat sich gelohnt, schildert er stolz.

Mit der Auszeichnung „summa cum laude“ hat er sogar als Studiengangsbester abgeschlossen und seine Mission am Fort Lewis College in Durango, Colorado, erfolgreich beendet.
„Rund 8000 Kilometer von meinem zu Hause entfernt habe ich mir ein neues Umfeld aufgebaut und wurde besonders herzlich von meiner Gastfamilie, den Shockcors, aufgenommen.

Die Atmosphäre in der Mannschaft war sehr familiär. Zusammen mit meinen Fußballkollegen wohnte ich während der Studienzeit in einer WG auf dem Campus“, erzählt Maik.
Was ihn an Amerika reizt: „Das riesige Land, das Gefühl von Freiheit und die Leute mit ihren vielen unterschiedlichen Backgrounds. Amerika ist eben ein Schmelztiegel“, sagt er.

Durch das „Abenteuer Amerika“ habe er schnell lernen müssen, sich in einem zunächst völlig fremden Umfeld zurechtzufinden. „So einen Schritt zu wagen, kann ich nur jedem Studienwilligen/Sportinteressierten empfehlen“, sagt er.

Trotzdem gibt es neben Freunden und Familie auch Kleinigkeiten, die der frisch gebackene Bachelor ab und an vermisst. „Die abwechslungsreiche und vielfältige deutsche Küche fehlt mir schon, wenn ich mal wieder in einer der vielen Burgerbuden sitze“, schmunzelt Maik. „Aber das Abenteuer Amerika geht weiter“, sagt er und blickt freudig auf das Hinflugticket in seiner Hand.“ kil

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