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Bänker und Bodybuilder

Interview mit Sydney aus Haste Bänker und Bodybuilder

Bodybuilder denken nur an ihr Äußeres und haben nichts im Kopf? Mit solchen Vorurteilen hat auch Sydney aus Haste zu kämpfen. Der 22-Jährige ist Bänker und Bodybuilder aus Leidenschaft.

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 Starke Jungs im Doppelpack: Sydney (rechts) und sein Trainingspartner Rocky pushen und motivieren sich gegenseitig.

Quelle: vr

Haste. SNack hat Sydney für ein Interview getroffen. Ein kleiner Exkurs in ein starkes Hobby. Seit wann trainierst du und wie oft?

 Effektiv trainiere ich seit zwei Jahren und habe immer mehr nach Gefühl trainiert. Mit meiner Trainerin Lena Nikolaus trainiere ich erst seit Kurzem. Laut Plan soll ich viermal die Woche trainieren. In der Realität sind es meist drei- bis vier-mal. Die Ruhephasen sind sehr wichtig, da sie für das Muskelwachstum benötigt werden. Wie ist so ein Trainingstag aufgebaut?

 Ich trainiere pro Tag zwei Muskelgruppen. Wenn ich mich in der Massephase befinde, dann werden viele Gewichte gehoben, hingegen sind es in der Diätphase mehr Wiederholungen, weniger Gewicht und dann bis zur Erschöpfung der Muskeln. Du übst nicht nur mit deiner Trainerin, sondern auch viel mit deinem Trainingspartner Rocky Moses, ist das richtig?

 Ja, das stimmt. Ohne Trainingspartner geht es nicht. Wir helfen uns nicht nur gegenseitig bei den Übungen, sondern pushen uns auch mental. Wenn ich zum Beispiel einen schlechten Tag hatte, dann ist er es, der mich vom Sofa ins Studio schleift und andersrum. Und deine Ernährung?

 Die Ernährung ist sehr wichtig. Man kann sagen, 70 Prozent sind Ernährung, 30 Prozent Sport. Wenn ich mich in der Diätphase befinde, wird alles, was ich esse, abgewogen. Es wird aufgeschrieben, was und wie viel wo drin ist an Nährstoffen. Dort gibt es dann keine Süßigkeiten. In der Massephase wird ebenfalls auf die Nährstoffe geachtet, aber es darf durchaus auch mal etwas Süßes sein. Und wofür machst du das Ganze? Was ist dein Antrieb?

 Ich mache das ausschließlich für mich. Ich fühle mich damit gut, und man sieht sich irgendwo selber als Bildhauer, der seinen eigenen Körper formt. Wie stehen Familie und Freunde zu deinem Sport?

 Sie unterstützen mich sehr in allem. Freunde und Familie sind das Wichtigste, und ohne sie geht es auch gar nicht. Meine Freundin kocht für mich, wozu ich selber teilweise nicht die Zeit hätte. Gibt es auch negative Reaktionen auf das Bodybuilding?

 Leider ja. Man wird oft über einen Kamm geschoren. Aber wer Muskeln hat, hat nicht automatisch nichts im Kopf. Ich habe mein Abitur gemacht, erfolgreich die Ausbildung bei der Bank abgeschlossen, wo ich jetzt weiterhin arbeite. Der Sport lebt nun mal davon, dass man seinen Körper präsentiert, und da muss man sich schon das eine oder andere Mal einen Spruch anhören. Was möchtest du anderen mit auf den Weg geben, die ebenfalls Bodybuilding machen oder machen wollen?

 Wichtig ist, dass man sich selbst treu bleibt. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen und die eigenen Grenzen kennenlernen. Ebenso steht die Gesundheit an erster Stelle, und man darf nicht gleich aufgeben, wenn es mal nicht so klappt. Die ersten Erfolge werden kommen, und die sind es dann, die süchtig machen.

 Interview: Virginé Rolke

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