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Christophs Volltreffer

Rollstuhltennis Christophs Volltreffer

Während in Brasilien noch die 15. Paralympics für Sportler mit Handicap laufen, kann auch der 14-jährige Christoph Wilke vom Tennis Club (TC) Meerbeck jubeln.

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Quelle: Montage: Harmening

MEERBECK/STADTHAGEN. Der Stadthäger Schüler holte beim Gold-Kraemer-Cup für Rollstuhltennis in Köln einen Pokal. Zusammen mit seinem Partner belegte er in der Doppelkonkurrenz den ersten Platz, berichtet Jugendwart Sönke Bruns vom TC.

 Christoph spielt als Rollstuhlfahrer beim TC Meerbeck gemeinsam mit Jugendlichen mit und ohne Rollstuhl Tennis. Für Bruns ist das ein klares Zeichen dafür, dass Inklusion beim TC Meerbeck gelingt.

 Für Christoph war die Teilnahme an den Meisterschaften nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine tolle Möglichkeit, Kontakte in der Welt des Rollstuhltennis zu knüpfen.

 Die Offenen Kölner Rollstuhlmeisterschaften hatten auf die Anlage des Marienburger Sportclubs in Köln eingeladen, wo unter der Schirmherrschaft der Gold-Kraemer-Stiftung das Projekt „Tennis für Alle“ mit regelmäßigen Trainingscamps und einem jährlichen Rollstuhltennisturnier stattfindet.

 So konnte sich Christoph schon im August unter Leitung des Bundestrainers für Rollstuhltennis, Christoph Müller, in einem Vorbereitungscamp auf den großen Wettkampf vorbereiten.

 „Am 3. und 4. September war es dann so weit. Ab 10 Uhr schlugen Jugendliche und Erwachsene gegen die gelbe Filzkugel“, berichtet der Jugendwart. Gespielt wurde nach den modifizierten Regeln des „FAST4 Tennis“, das mit nur vier Spielgewinnen für einen Satz dem Zuschauer durch deutlich kürzere Matches entgegenkommt.

 Christoph trat mit seinen 14 Jahren in der Gruppe der Erwachsenen an – auf Wunsch der Turnierleitung und des Bundestrainers, nachdem er so erfolgreich am Trainingslager teilgenommen hatte.

 Der Stadthäger Schüler trat gegen Konkurrenten wie den aktuell auf Platz 185 der Weltrangliste geführten Anthony Dittmar an, der in der TennisBase Hannover trainiert.

 Von Trainern und Mitspielern erhielt er viel Zuspruch für seine sportliche Entwicklung und wertvolle Tipps für seine Zukunft. Im Doppelwettbewerb entschied dann das Los über die Teams. Christoph trat zusammen mit Tony Dittmar an. Gemeinsam meisterten die beiden viele spannende Matches und holten sich in einem packenden Halbfinale sogar den Pokal.

 Am Ende des anstrengenden Wochenendes stand für Christoph die Erkenntnis, dass Tennis der Sport sei, auf den er sich in Zukunft konzentrieren möchte. Besonders der Match Tiebreak im Doppelhalbfinale, in dem das Duo schon einen Matchball gegen sich hatte, hat den 14-Jährigen beeindruckt. „Das Spannende am Tennis ist, dass man auch ein schon verloren geglaubtes Spiel noch gewinnen kann.“ kil, r

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