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Das Leben nach „Hotel Mama“

SNack Das Leben nach „Hotel Mama“

Das Wintersemester hat an den meisten Unis gerade erst begonnen. Die Hürde, einen Studienplatz zu bekommen, haben viele Studenten damit genommen.

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Die Qual der Wahl: Freie WG-Zimmer findet man immer auch am Schwarzen Brett der Uni.

Quelle: dpa

Von Vanessa Goede

Die Suche nach einem Schlafplatz in der neuen Heimat ist für so manchen „Ersti“ aber noch längst nicht zu Ende. Bevor man anfängt zu suchen, muss man sich erst einmal klarmachen: Welche Wohnsituation fernab von Mamas gutbürgerlicher Küche und Papas Werkzeugkoffer ist für mich eigentlich die richtige?

 Das studentische Budget grenzt die Suche in der Regel auf drei Wohnmöglichkeiten ein: Wohnheim, WG oder Einzimmerwohnung? Alles hat Vor- und Nachteile. Immer was los:

 Wer zum Studiumsbeginn eine Menge neuer Leute, auch aus anderen Studiengängen, kennenlernen möchte und ständigen Partys nicht abgeneigt ist, für den ist das Leben im Wohnheim genau das Richtige. Das ewige Klassenfahrtfeeling, ein oftmals sehr kleines, aber gemütliches Zimmer, gehören zum klassischen studentischen Lebensraum genauso dazu, wie eine Menge Geräusche bei Nacht aus dem Nachbarzimmer. Der Vorteil im Wohnheim zu leben: eine meist günstige Miete, oftmals möblierte Zimmer und die Garantie auf ständige Gesellschaft sobald man sein Zimmer verlässt. Langweilig wird es im Wohnheim selten. Doch das Leben im Wohnheim kann auch Nachteile haben. Möglicherweise verliert man durch die viele Ablenkung das eigentliche Ziel des Studierens leichter aus den Augen. Außerdem ist es in vielen Wohnheimen üblich, sich die Küche und Sanitäranlagen mit anderen Bewohnern zu teilen, die nicht immer die gleichen Vorstellungen von Sauberkeit teilen. Teilen und Toleranz:

 Wer es lieber etwas ruhiger mag, aber auf direkte soziale Kontakte nicht verzichten möchte, sollte vielleicht das Leben in einer WG in Betracht ziehen. Die Anzahl der Mitbewohner ist dabei frei wählbar. Um mit bestehenden WGs am zukünftigen Studienort in Kontakt treten zu können, und Wohnungsbesichtigungen zu vereinbaren, bieten viele Plattformen im Internet die Möglichkeit, die passende Wohnung und die dazugehörigen Mitbewohner zu finden – auch wenn das WG-Casting zur echten Herausforderung werden kann. Eine Garantie auf ein ewig glückliches und harmonisches Zusammenleben gibt es aber auch in diesem Fall nicht. Klare Vorteile sind aber: das Teilen der Nebenkosten, gemeinsame WG-Partys mit Freunden und das Gefühl, nicht alleine zu sein. Probleme kann es allerdings geben, wenn das Geschirr des Mitbewohners mehrere Tage in der Spüle vor sich hingammelt, wieder niemand den Müll rausbringt oder erneut der teure Lieblingsjoghurt von jemand anderem verzehrt worden ist. Abhilfe können Putzpläne, gemeinsames Kochen und eine Menge Gelassenheit und Kompromissbereitschaft bringen. Keine Kompromisse:

 Wer lieber für sich ist, kann sich eine kleine Einzimmerwohnung suchen. Dort sind Ruhe für das Studium, keine nörgelnden Mitbewohner und Eigenverantwortung in puncto Sauberkeit garantiert. Was für einige langweilig klingt, ist für andere die einzig wahre Bleibe. Ein absolutes Plus für das Wohnen allein, ist die Entscheidungsfreiheit beim Einrichten, keine Störungen von Mitbewohnern in heiklen Situationen und morgens genügend Zeit im Bad. Nachteile sind hierbei ganz klar die höheren Kosten und die schneller aufkeimende Langeweile.

 Egal für welche Form des Wohnens man sich am Ende entscheidet, das Gefühl der eigenen vier Wände und die damit verbundene Unabhängigkeit sind in den ersten Wochen besonders aufregend und faszinierend.

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