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SNack Handstand auf vier Beinen

Leonie Lämmle und Luna Meyer bilden eine Turniergemeinschaft im Doppelvoltigieren.

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Leonie Lämmle und Luna Meyer bilden eine Turniergemeinschaft im Doppelvoltigieren

Quelle: vr

SNack. Handstand, Spagat und Kerze scheinen noch eine Vielzahl an Personen zu beherrschen. Doch auf einem 1,80 Meter großen Pferd, im Galopp und ohne Sicherungsmöglichkeiten sieht das schon wieder ganz anders aus. Für Luna Meyer und Leonie Lämmle sind diese Übungen Routine. Die beiden 14-Jährigen bilden gemeinsam eine Turniergemeinschaft im Doppelvoltigieren – und das mit Erfolg.

Gleich das erste Turnier, auf dem sie als Team gestartet sind, verließen die Mädchen als Sieger. Auch bei den folgenden Wettkämpfen platzierten sie sich immer unter den ersten Dreien. Kennengelernt haben sich Luna und Leonie beim Voltigierverein Centaurus Schaumburg. Im Einzel- und im Gruppenvoltigieren zeigten beide Mädchen auf Turnieren bereits ihr Können. Seit Juli vergangenen Jahres gehört das Doppelvoltigieren zu ihrer Paradedisziplin.

„Es ist noch einmal etwas anderes, man ist voneinander abhängig“, sagt Luna, die seit acht Jahren voltigiert. Im Jahr bestreitet sie rund 15 Wettbewerbe, sowohl im Doppel als auch im Einzel und in der Mannschaft. Auch der Vereinswechsel von Luna zur Voltigierabteilung des Reit-, Zucht- und Fahrvereins Stadthagen hat dem Team nicht geschadet – sie trainieren weiterhin fleißig und starten auf Turnieren.

Neben den sportlichen Anforderungen gehört auch viel Vertrauen zu dem vierbeinigen Sportpartner namens Wasco dazu, wie Laura weiß. „Wasco ist in den Flanken kitzelig, so was muss man vorher wissen.“ Der Umgang mit dem Pferd ist sehr wichtig. Beim Putzen und Schmusen lernen die Mädchen die große Fellnase nach und nach besser kennen.

Doch wie kommt man zu solch einer besonderen Sportart? Luna hat schon länger mit dem Reitsport zu tun, da ihre Mutter Pferde besitzt. Im Fernsehen sah die 14-Jährige den Voltigiersport und war sofort begeistert. „Mama findet das zwar blöd, dass ich nicht mehr reiten und stattdessen voltigieren wollte, aber ich habe mich durchgesetzt“, sagt sie schmunzelnd. Ganz anders war es bei Leonie: „Meine Mama hat mich gefragt, ob ich dazu nicht Lust hätte.“ Und das hatte sie: Seit sieben Jahren ist Leonie jetzt dabei.

Immer etwas Neues zu schaffen und mit Ehrgeiz viel zu erreichen, reizt die Mädchen am Turnen zu Pferde. Außerdem wird es nie langweilig, findet Luna. „Es ist wirklich cool und sieht dazu noch spektakulär aus.“

Hoch aufs Pferd und los – ganz so einfach ist es allerdings nicht. „Wir müssen uns erst aufwärmen, dazu gehören Dehnübungen und Joggen“, beschreibt Leonie die Trainingsstunden. Dann laufen die Sportlerinnen an das Pferd heran, loben es und beginnen mit den ersten Übungen in luftiger Höhe.

Wenn es aufs Turnier zugeht, dann gibt es zwei Disziplinen: Die Pflicht und die Kür. „Bei Pflicht sind Übungen und Figuren vorgegeben und bei der Kür dürfen wir uns selber etwas ausdenken“, erklärt Leonie. Die Kür selber zu kreieren und dann im Galopp vorzuführen macht Luna am meisten Spaß. „Man sieht viel auf Turnieren und bei Youtube, was man ausprobieren möchte.“ Leonie kann ihrer Freundin nur zustimmen: die Kür auf Wettbewerben vorzustellen stellt für sie die meiste Freude am Sport dar. Die beiden Mädchen sind sich einig: Dehnübungen und das Aufwärmen machen weniger Spaß – gehören aber dazu.

Auch wenn es im Training mal nicht so gut läuft, gestritten haben sich die Mädchen noch nie. „Wenn es zu den Turnieren geht, dann übernachten wir meistens gemeinsam bei einer von uns“, sagt Luna. Die Schülerin ist nicht nur sportlich, sondern zugleich auch kreativ. Die Voltigieranzüge für ihre Einzelküren kreiert die Jugendliche selber: „Ich male den Anzug auf und meine Oma näht ihn mir dann.“ Wichtig ist: Es muss spektakulär aussehen.

Luna, die vorab bereits geturnt und Ballett gemacht hat, weiß, dass der Spaß an der Bewegung wichtig für die Sportart ist. Wer ebenfalls hoch zu Ross Turnen möchte, dem empfiehlt Leonie Ehrgeiz und Motivation. vr

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