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Elefanten und fröhliche Beerdigungen

Freiwilligendienst in Afrika Elefanten und fröhliche Beerdigungen

Hanna Söhnholz aus Stadthagen hat es nach der Schule nach Afrika verschlagen. Die Schaumburgerin absolviert ihren Jugendfreiwilligendienst im westafrikanischen Staat Benin.

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In Afrika lernt Hanna Land und Leute und viele neue Traditionen kennen.

Quelle: PR.

Stadthagen/Benin. Ein Reisebericht aus der Ferne: „Du bist fast mit der Schule fertig, dein Abschluss rückt immer näher und du weißt noch nicht, was du machen willst? Vor ziemlich genau einem Jahr suchte ich lange erfolglos nach einer Möglichkeit, in Afrika einen Freiwilligendienst zu leisten. Unseriöse und überteuerte Organisationen fand ich wie Sand am Meer. Ich hatte die Suche fast aufgegeben, als mir eines Abends ein Werbebanner auf Facebook von einem sechsmonatigen IJFD (Internationaler Jugendfreiwilligendienst) angezeigt wurde. Da die Bewerbungsfrist zwei Tage später ablief, legte ich gleich mit meiner Bewerbung los. Ein paar Wochen und ein Telefoninterview später hatte ich den Platz bekommen und durchlief im Juni 2016 eine Vorbereitungswoche mit anderen Freiwilligen.

 Mittlerweile bin ich schon vier Monate in Benin, in einem kleinen Dorf namens Kpovié. Benin liegt in Westafrika und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt – Platz 165 von 185 des Human Development Index. Ich arbeite hier in einem Kindergarten, helfe im Englischunterricht einer Schule und unterstütze eine Frauenorganisation bei der Palmölproduktion.

 Die bisherige Zeit verging wie im Flug, neben der Arbeit bleibt am Wochenende Zeit, um herumzureisen und die Kultur kennenzulernen. So war ich schon oft in der Kirche, die hier gerne mal drei Stunden dauert, habe zwei fröhliche Beerdigungen miterleben dürfen, bin auf einem Boot durch das komplett auf Wasser gebaute Dorf Ganvié gefahren, konnte Elefanten auf einer Safari im Nationalpark in freier Wildbahn erleben, habe auf dem großen Markt in Cotonou gelernt, für meinen Einkauf den bestmöglichen Preis auszuhandeln und und und.

Ich bin mir sicher, dass es die aufregendste Zeit in meinem bisherigen Leben ist und habe meine Entscheidung hierherzukommen nie bereut, auch wenn natürlich nicht immer alles einfach ist. So ist beispielsweise die Kommunikation nicht selten eine Barriere, da einige Beniner nur die Landessprache „Fon“ sprechen. Diese ist fast unmöglich zu erlernen, behaupte ich, da es sich um eine Lautsprache handelt und Deutsch und Französisch in keiner Weise ähnelt. Mit Händen, Füßen und dank der beninischen Freundlichkeit lässt sich aber meist trotzdem alles problemlos klären.

Bei anderen Dingen, zum Beispiel Krankheit, kümmern sich natürlich die Gastfamilie und auch die Partnerorganisation im jeweiligen Land sofort um einen. Ich freue mich sehr auf die verbleibenden zwei Monate und kann euch einen Freiwilligendienst im Rahmen des IJFDs nur empfehlen.

Dieser Freiwilligendienst dauert sechs Monate und wird vom Bundesministerium für Familien, Frauen und Senioren unterstützt. Ich bin mit der Organisation „Experiment e.V.“ (www.experiment-ev.de) hier, bei der man sich noch bis zum 15. Januar für einen IJFD-Platz in Benin, Ecuador, Indien, Mexiko, Nicaragua oder Thailand ab Sommer 2017 bewerben kann. 

Wenn euch meine Zeit in Benin interessiert, schaut einfach auf meinem Blog www.hannainbenin.wordpress.com  vorbei!" Von Hanna Söhnholz

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