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Hochzeitssängerin aus ganzem Herzen

SNack-Interview mit Madeleine aus Meerbeck Hochzeitssängerin aus ganzem Herzen

Madeleine Janik-Vogt (16) aus Meerbeck geht noch zur Schule. An den Wochenenden ist sie regelmäßig als Hochzeitssängerin unterwegs. SNack hat die junge Musikerin für euch getroffen.

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Madeleine gibt auf vielen Hochzeiten den Ton an.

Quelle: pr.

Meerbeck. Madeleine, du bist Sängerin aus ganzem Herzen. Wie bist du zur Musik gekommen?

Meine Kindergärtnerin hat bei einem Theaterstück entdeckt, dass ich musikalisches Talent habe. Deswegen bin ich schon mit fünf Jahren in den Kinderchor der Schaumburger Märchensänger eingetreten. Später habe ich dann in den Schaumburger Jugendchor gewechselt, in dem ich immer noch singe. Vor drei Jahren habe ich dann angefangen, immer mal wieder Solostücke in Tonstudios aufzunehmen. Außerdem singe ich seit zwei Jahren in der Schülerband „District: Rock“.
Und seit letztem Jahr bist du jetzt auch als Hochzeitssängerin unterwegs.

Richtig. Meine Nachbarn bekommen es natürlich mit, wenn ich zu Hause übe. Darauf wurde ich angesprochen und gefragt, ob ich Lust hätte, bei der Taufe des Nachbarjungen zu singen. Auf dieser Taufe wurde ich dann von einem Gast gefragt, ob ich auch auf Hochzeiten singen würde. Seitdem bekomme ich regelmäßig Anfragen für Hochzeiten, Taufen, Geburtstagsfeiern und andere Veranstaltungen.
Was genau reizt dich an den Auftritten?

Mich beeindruckt immer wieder das Gefühl, da vor all den Leuten zu stehen. Für ihre Hochzeiten wünschen sich die meisten Paare, dass ich singe, wenn die Braut in die Kirche geht oder nachdem sie sich das Ja-Wort gegeben haben. Beides sind sehr besondere, emotionale Momente. Und ich freue mich einfach, dass ich daran teilhaben kann und mit meiner Musik dazu beitragen darf, diesen Tag für die Menschen unvergesslich zu machen.
Wo hast du schon so alles gesungen?

Viele Events, für die ich angefragt werde, sind in Schaumburg oder der Umgebung rund um Hannover. Ich war zum Beispiel schon auf einer Hochzeit auf der Insel Wilhelmstein, in Stadthagen und in der Meerbecker Kirche. Ein ganz besonderes Ereignis war für mich die Hochzeit meiner Eltern, auf der ich ebenfalls singen durfte. Ich fahre aber für die Auftritte auch weiter weg. In den nächsten Monaten bin ich unter anderem in Hameln, Bielefeld, Worpswede und Mühlheim an der Ruhr.
Klingt, als würdest du viel herumkommen. Nimmst du jede Anfrage für Auftritte an?

Mittlerweile bekomme ich fast jeden Tag neue Anfragen. Die meisten sind für die Sommermonate, ich habe aber auch schon zweimal auf Winterhochzeiten gesungen. Oft werden bestimmte Daten bevorzugt und ich bin schon lange im Voraus verplant. Für den 8. August beispielsweise musste ich leider mehrere Anfragen ablehnen, weil ich an diesem Tag bereits für eine Trauung zugesagt habe.
Welche Songs hast du für Hochzeiten zum Beispiel in deinem Repertoire?

Meistens haben die Hochzeitspaare schon Vorstellungen davon, was bei der Trauung gespielt werden soll. Manche möchten Popmusik, andere lieber Gospel oder Balladen. Ich biete unterschiedliche Vorschläge an und berate die Leute. Es gibt ein paar Songs, die bisher von vielen Paaren gerne genommen wurden, wie zum Beispiel „All of me“ von John Legend oder „From this Moment on“ von Shania Twain. Was auch immer gut ankommt, ist meine Hochzeitsversion von dem Stück „The Rose“ von Bette Middler. Den Text dafür hat meine Mutter übrigens selbst geschrieben. Aber ich nehme natürlich auch Wünsche entgegen und setze diese um, wenn es stimmlich für mich möglich ist.
Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Möchtest du auch beruflich als Hochzeitssängerin arbeiten?

Ich habe wirklich schon mit dem Gedanken gespielt, das Hochzeitssingen später zu meinem Beruf zu machen. Allerdings wäre mir dieser Job glaube ich zu unsicher, wenn zum Beispiel plötzlich etwas mit meiner Stimme passiert und ich nicht mehr singen kann. Daher steht noch nicht genau fest, in welche berufliche Richtung es für mich geht. Erst einmal möchte ich mein Abitur machen.

Interview: Saskia Hintz

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