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Kein Plan vom echten Leben

Was lernt man in der Schule eigentlich? Kein Plan vom echten Leben

Weltweit benutzen 271 Millionen Menschen die Social-Media-Plattform Twitter. Jeden Tag werden durchschnittlich 500 Millionen Tweets versendet, die gerade mal aus 140 Zeichen bestehen dürfen. Und genau so ein kurzer Tweet hat eine riesige Debatte in Deutschland ins Rollen gebracht.

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Nainas Tweet hat Wellen geschlagen.

Quelle: pr.

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen.“ Das twitterte die 17-jährige Abiturientin Naina im Januar. Die Folge: 20 000 Follower, 15 607 Retweets, 28 248 Favoriten, Einladungen und Anfragen von Zeitungen und Fernsehsendern und mehrere Reaktionen von Politikern, wie von der Bildungsministerin Johanna Wanka. Sind Schüler aber wirklich so unvorbereitet für das „Leben nach der Schule“?
In meinen Augen ist Schule dafür da, ein Verständnis für die verschiedensten Themenbereiche zu schaffen. Doch wenn es darum geht, den Ablauf der Translation zu lernen, oder zu erkennen, ob es sich bei diesem Gedicht um einen Jambus oder Trochäus handelt, hat sich jeder Schüler schon mal gefragt, wofür er das später mal benötigt.
 Wie man eine Steuererklärung erstellt oder auf was man bei Mietverträgen achten muss, wird einem nicht vermittelt. Natürlich ist das auch Aufgabe der Eltern und man sollte sich auch selbst darüber informieren. Doch Schule ist nun mal der Ort, an dem sich Schüler die meiste Zeit des Tages aufhalten. Daher hat sie die Funktion, so gut wie möglich auf das Leben vorzubereiten.
Genau das ist meiner Ansicht nach ein Widerspruch in sich. Wir können Integrale ausrechnen, Reaktionsgleichungen aufstellen und englische Texte analysieren, haben aber übertrieben gesagt keine Ahnung vom alltäglichen Leben. Damit will ich nicht sagen, dass die Sachen, die man in der Schule lernt, überflüssig oder unnötig sind. Es fehlen aber die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Von Aylin Habel

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