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Lüdersfelder kommt ins Kino

Rouven Rossol Lüdersfelder kommt ins Kino

Für seine erste Filmrolle hat sich Rouven Rossol (17) extra die Haare wachsen lassen. Die Hornbrille trägt der Schüler sonst auch – und damit passt er perfekt in die Rolle des langhaarigen Nerds Felix Langner, der Teil des Kinoprojektes „No Future war gestern“ ist.

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Rouven Rossol spielt im Film einen langhaarigen Nerd.

Quelle: kil

Lüdersfeld/Hannover. „Es ist eher eine Nebenrolle, aber sie zieht sich durch den gesamten Film“, erzählt der Lüdersfelder. Der Film wurde in den Sommerferien in Hannover und Umgebung gedreht und von der independent entertainment GmbH produziert. Das Drehbuch stammt von Stephan Guddat aus Rinteln, Regie führte Rivka Schimmelpfeng. „Im März/April kommt der Film in die Kinos“, sagt Rouven, der sich noch gar nicht richtig vorstellen kann, tatsächlich über die große Leinwand zu flimmern.

„No Future war gestern“ ist eine Komödie mit Krimi- und Actionelementen. Er handelt von einer jungen Lehrerin, die gegen ihren Willen in die vermeintliche Entführung eines Schülers verwickelt wird. Mehr wird noch nicht verraten.

An insgesamt neun Drehtagen stand Rouven vor der Kamera, zusammen mit Schauspielern wie Liza Tzschirner, bekannt aus „Sturm der Liebe“, und Fabian Harloff, der schon in diversen deutschen Krimiserien mitgespielt hat. „Es hat Spaß gemacht, mit Profis zusammenzuarbeiten, und ich habe dabei viele witzige Menschen kennengelernt“, erzählt der Nachwuchsschauspieler.

Um sich in Felix Langner hineinversetzen zu können, hat sich Rouven nicht nur eine neue Frisur zugelegt, sondern auch eine Art Rollenbiografie erstellt. „So konnte ich mich besser in die Person reindenken.“ Was das Filmgenre betrifft, „bin ich eigentlich offen für alles“, sagt er. „Komödien liegen mir wohl mehr, die Rolle des Tollpatschigen passt zu mir.“ Das hat Rouven schon bei Theateraufführungen in der Schule herausgefunden. Trotzdem reizt es ihn, auch etwas Anderes auszuprobieren. „Jetzt möchte ich mal meine Anti-Rolle erforschen und vielleicht auch mal ein Arschloch spielen“, meint Rouven.

Das Theaterspielen in der Schule war es auch, was ihn zur Schauspielerei geführt hat. „Da habe ich Blut geleckt“, sagt er. Als sich dann die Chance bot, „auch mal über den Tellerrand hinauszublicken“ und bei einem Film mitzuspielen, hat Rouven die Chance sofort ergriffen und ist zum Casting gegangen – mit Erfolg.

Vor der Kamera zu stehen, sei etwas ganz anderes, als auf der Bühne zu performen, erzählt der 17-Jährige. Während die Geschichte beim Theater chronologisch gespielt werde, komme es beim Film schon mal vor, dass man mit einer der letzten Filmszenen beginnt. „Und dann kann es auch sein, dass man eine Szene 40-mal nacheinander drehen muss.“ Mal verhaspele man sich immer wieder, und manchmal sei es einfach ein Flugzeug, das über den Drehort fliegt und die Szene kaputtmacht. Bei Dreharbeiten in der Stadt kam es auch mal vor, dass sich Passanten plötzlich einmischten und vor die Kamera liefen.

Eine Herausforderung für Rouven war auch das Saxofonspielen im Film – jedenfalls musste er so tun, als ob. Rouven kann zwar Klavier, aber kein Saxofon spielen. „Das hatte ich noch nie in der Hand gehabt. Ich musste erst mal fragen, wie man das überhaupt hält. Erst nach dem achten Drehtag habe ich dann mal einen Ton herausbekommen.“
Das Filmprojekt hat Rouvens Berufswunsch auf jeden Fall geprägt. Zuvor wollte er eigentlich etwas anderes studieren. „Germanistik, Politik oder so.“ Aber durch die Gespräche mit den Leuten beim Dreh hat sich der Wunsch gefestigt, doch zur Schauspielschule zu gehen, mit der Option, später bei Film oder Theater einzusteigen. kil

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