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Sören Denecke zeigt seine Tricks

Deutscher Jo-Jo-Meister Sören Denecke zeigt seine Tricks

Sören Denecke aus Reinsen steht SNack im Interview nicht nur Rede und Antwort, sondern zeigt auch, was ein Jo-Jo-Meister so alles drauf hat.

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Deutschlands Meister im Jo-Jo-Spielen: Sören Denecke.

Quelle: rg

Stadthagen/Reinsen. Nicht nur hoch und runter: Das Jo-Jo aus- und wieder einrollen konnte wohl fast jeder mal – mehr oder weniger. Was Sören Denecke alles mit seinem Jo-Jo anstellen kann, verschlägt Zuschauern die Sprache. Für den 18-Jährigen ist das Jo-Jo schon lange kein Spielzeug mehr, sondern vielmehr ein Sportgerät. In Leipzig verteidigte der Reinser dieses Jahr seinen Titel als Deutscher Meister.

In der Redaktion der SN sorgte Sören mit einer kurzen Vorführung für großes Staunen: Durch ein mit der Schnur gespanntes Loch schwingt er das Jo-Jo hin und her. Weiter fliegt es hinter seinem Rücken entlang nach vorne direkt auf den Zuschauer zu. Dann schwingt es mit Schwung wieder zurück. Mit den Fingern spannt Sören den Faden so, dass man darin tatsächlich den Eiffelturm erkennen kann – einer der eher einfachen Tricks, wie der junge Profi erklärt. Rechts, links, hoch und runter, in einem Affentempo saust das grüne Spielzeug von Sörens Hand weg, wieder zurück und kreist dann mit dem Gegengewicht am Ende der Schnur im Kreis um seine Hand herum.

„Angefangen habe ich mit dem Spielen vor sechs Jahren“, erzählt Sören. Das Jo-Jo-Spielen war zu dieser Zeit voll im Trend und seine Mitschüler liefen reihenweise in die Läden, um sich das Spielzeug zu kaufen. Während bei vielen das Interesse schnell wieder nachließ, hatte Sören der Ehrgeiz gepackt. Mit einem Buch voller Tricks fing er mit den ersten Kunststücken an. „Im Internet und Fernsehen habe ich viel gesehen, was ich auch einfach schaffen wollte“, erinnert sich der Schüler des Wilhelm-Busch-Gymnasiums in Stadthagen.

Der 18-Jährige übte bei jeder Gelegenheit, auch abends vor dem Fernseher. Und so viel Arbeit hat sich ausgezahlt: Sören gewann dieses Jahr die 18. Deutsche Jo-Jo-Meisterschaft in der „Master Class 5A“ und verteidigte damit seinen Titel. „Hier spielt man mit einem Gegengewicht an der Schnur anstelle der Schlaufe am Finger, wie es sonst in der ’Class 1A‘“ üblich sei, erklärt er. In dieser Klasse verteidigte Sören ebenfalls seinen Titel als Vizemeister. Vor einer Jury zeigte der Schüler passend zur Musik Tricks und sammelte Punkte in Sachen Technik und Show.

„Tuning gibt es beim Jo-Jo-Spielen nicht.“ Allerdings werden die Geschicklichkeitsspielzeuge aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Größen und Formen hergestellt. Dadurch fühle sich beim Spielen jedes Jo-Jo anders an. „Insgesamt habe ich jetzt 30 Jo-Jos“, sagt der 18-Jährige und fügt schmunzelnd hinzu: „Das ist aber noch nicht so viel.“
Die normalen Jo-Jos aus Plastik mit schmalem Einsteigerlager kämen durch die bekannte Bewegung zurück in die Hand, die Profi-Jo-Jos aus Aluminium mit breitem Kugellager nur durch einen speziellen Trick, der sich Bind nennt. Sörens ganzer Stolz: ein Jo-Jo aus Titan, das etwa 250 Euro kostet.

Inzwischen muss der angehende Abiturient sich seine Sportgeräte nicht mehr selbst kaufen. Von der Firma des ehemaligen Europameisters Dave Geigle, „iYoYo“, bekommt Sören seine Jo-Jos gestellt. „Durch meine Videos im Internet und meine Auftritte bei der Deutschen Meisterschaft wurde er auf mich aufmerksam“, freut sich Sören.
Sein außergewöhnliches Hobby empfiehlt Sören jedem, der Lust dazu hat: „Es sind 20 Prozent Talent und 80 Prozent Training.“ Nur für Grobmotoriker ist die Trickwelt des Jo-Jo-Spielens wohl eher nichts.

Weitere Videos mit Tricks des Meisters gibt es auf seinem  Youtube-Kanal und bei Facebook zu finden. vr

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