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Junge Landwirte im Interview Von Beruf Bauer

Felder bestellen, mit dem Trecker die Ernte einfahren, die Geräte reparieren und warten sowie sich in einem Mastbetrieb um die Säue und Ferkel kümmern gehört nicht unbedingt zu den Traumberufen der heutigen jungen Generation.

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Henrik Brunkhorst (von links), Anne Helene Pohl und Tobias Windheim gehören zu Schaumburgs Junglandwirten.

Quelle: vr

SNack. Doch Henrik Brunkhorst, Tobias Windheim und Anne Helene Pohl haben genau in diesen Jobs ihre Bestimmung gefunden. Wie der Alltag abläuft, was alles dazugehört und wie sie zu ihren Berufen gekommen sind, erzählen sie in einem Interview mit SNack.

Wie sieht euer beruflicher Werdegang bisher aus? Anne Helene: Ich habe nach der Schule ein Studium in Agrarwissenschaften gemacht. Tobias: Ich bin jetzt Landbaumaschinenmechatroniker bei Agravis Technik in Barsinghausen. Hendrik: Ich habe sechs Semester Landwirtschaft studiert und habe inzwischen meinen Bachelor.

Wie kamt ihr zur Landwirtschaft und in welchem Bereich seid ihr tätig? Hendrik: Meine Familie ist in der Ackerbewirtschaftung tätig. Außerdem haben wir noch einen kleinen Schweinemastbetrieb. Anne Helene: Wir haben ebenfalls einen Schweinebetrieb mit Sauen und Ferkeln. Aber auch der Ackerbau gehört bei uns dazu. Tobias: Wir sind nur in der Ackerbewirtschaftung tätig.

Also seid ihr in die Bereiche reingewachsen? Henrik: Ja genau. Schon als Kind und Jugendlicher habe ich meinen Eltern immer geholfen. Hat man das als Jugendlicher gerne gemacht? Anne: Das Fegen der Scheune fand ich immer doof, aber ansonsten habe ich auch immer viel und sehr gerne geholfen. Tobias: Mir hat es immer viel Spaß gemacht, ansonsten hätte ich wohl auch nichts mehr mit der Landwirtschaft heute zu tun.

Wie hat sich die Arbeit mit der Schule und dem Studium vereinbaren lassen? Henrik: Während des Studiums bin ich manchmal erst abends zum Lernen gekommen. Tobias: Als ich noch zur Berufsschule gegangen bin, habe ich das Lernen und die Hausarbeiten auch immer abends gemacht, also an die Arbeit hinten dran gehängt.

Wie gestaltet sich denn so ein Tag im Leben eines Landwirts? Henrik: Das ist jeden Tag völlig unterschiedlich – immer abhängig von der Jahreszeit und natürlich dem Wetter. Es gehört jedoch nicht nur die Arbeit auf dem Feld dazu, sondern auch sehr viel Büroarbeit. Anne: Im Schweinebetrieb ist das geregelter. Wir müssen die Tiere füttern, uns um die Ferkel kümmern und die Ställe sauber halten. Aber auch bei uns gehört die Büroarbeit dazu.

Wie sieht eure Zukunft aus? Anne: Ich möchte als Nächstes meinen Master machen und dann in der Wirtschaft auf die Ernährung Tieren spezialisieren. Vielleicht werde ich aber auch mal den Betrieb meiner Eltern übernehmen. Henrik: Ich bin ja schon jetzt auf dem Hof und werde diesen später auch übernehmen. Meine Brüder fahren zwar bei der Ernte mit und helfen währenddessen, aber ansonsten haben sie wenig mit dem Betrieb zu tun. Tobias: Ich würde unseren Betrieb auch übernehmen wollen. Eventuell mache ich aber auch noch eine zweite Ausbildung im Bereich Landwirtschaft.

Wie stehen die Chancen für jemanden, dessen Familie keinen Hof besitzt, in der Landwirtschaft Fuß zu fassen? Anne: Die Hälfte der Studenten haben keinen eigenen Hof, sie gehen dann meist in die Wirtschaft. Henrik: Für solche besteht die Möglichkeit, Verwalter eines Hofes zu werden oder, wenn viel Geld vorhanden ist, natürlich auch einen eigenen Betrieb zu kaufen. vr

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