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Von L wie „Läuft bei dir“...

Das Szene-ABC 2014 Von L wie „Läuft bei dir“...

Von A wie Atemlos über B wie Burger oder C wie Crowdfunding bis Z wie Zwischenmahlzeit. Helene Fischer, Selfies oder Whatsapp: Manches war 2014 noch genauso angesagt wie schon 2013. Eine Sammlung von Phänomenen und Trends von A bis Z.

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Ho, ho, ho!

Chillig, lässig, nice: Die Stadthäger Schüler Wiebke (16, von links), Alex (17) und Leon (17) verraten ihre ganz eigenen Jugendwörter des Jahres. kil

Quelle: kil

A wie „Atemlos“: Der große Hit von Helene Fischer war wohl der Ohrwurm des Jahres. Manchen ging die Schlagerkönigin schon bald auf die Nerven. Komikerin Carolin Kebekus provozierte beim Comedypreis mit der Parodie „Atemnot“.

 
B wie Burger und Bart: Zwei Szene-Phänomene, die fast schon tot geglaubt waren, denen aber 2014 noch immer in Trendlokalen und im Gesicht vieler Männer gehuldigt wurde. Ist’s 2015 endlich vorbei?

 
C wie Crowdfunding: Schwarmfinanzierung brachte das Geld für das Medienprojekt Krautreporter ebenso wie für den „Stromberg“-Kinofilm mit Christoph Maria Herbst.

 
D wie Deutschland: Fußballweltmeister, 25 Jahre Mauerfall und mit Berlin eine von Touristen heiß geliebte Metropole. Deutschland war 2014 so angesagt wie selten zuvor.

 
E wie Ello: Das soziale Netzwerk wollte sich als Alternative zum Riesen Facebook positionieren und überzeugte manchen mit seiner größeren Lockerheit in Sachen Nacktheit und damit, werbefrei zu sein.

 
F wie Facebook und Fernsehen: Auch dieses Jahr ging das Second-Screen-Phänomen weiter. Zum „Tatort“ wird wild gepostet, auch beim RTL-Dschungelcamp war der Netz-Hype etwa zu Larissa Marolt groß.

G wie Grüne Smoothies: Als ein Ernährungs- oder gar Anti-Aging-Trend waren die eher bitteren als süßen Getränke aus Artischocken, Brokkoli, Chicorée oder Rucola in diesem Jahr in vieler Munde.

 
H wie Hotel: Beim Reisen schienen klassische Hotels mehr und mehr out zu sein. Die ganze Welt ist jetzt ein Hotel. Das Unterkunfts-Netzwerk Airbnb forciert als Web-Marktplatz den Trend.

 
I wie Ice Bucket Challenge: Die Liste der Promis, die sich im Sommer Eiswasser-Eimer gegen die Krankheit ALS über den Kopf kippte, wäre an dieser Stelle zu lang. Nur soviel: Helene Fischer war auch dabei.

 
J wie Jugendwort: „Läuft bei Dir“ als Synonym für cool/krass wurde in diesem Jahr vom Langenscheidt-Verlag zum Jugendwort des Jahres gekürt. 2013 war’s noch Babo, 2012 Yolo.

 
K wie Kale: Grünkohl, der als Trendgemüse aus Nordamerika ein Comeback erlebte, wird jetzt nicht mehr zerkocht („Grünkohl mit Pinkel“), sondern mariniert, in Öl gebraten oder zu Chips gebacken.

 
L wie Liechtenstein, Friedrich: Das Wort „supergeil“ machte ihn zum Hype. In einem Edeka-Clip tänzelte er leichtfüßig zu Elektropop durch die Regalgänge. Sein Album „Bad Gastein“ bekam viel Lob.

 
M wie Matcha: Zwei Löffelchen des Grünteepulvers aus Japan werden mit etwa 80 Grad warmem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen verquirlt. Für manchen wurde Matcha bereits Latte-Macchiato-Ersatz.

 
N wie Nominierung: Die Biernominierung war eines der vielen seltsamen Internet-Phänomene des Jahres - Bier runterstürzen, Film davon im Web zeigen und andere auffordern, dies auch zu tun. Kettenbrief 2.0.

 
O wie Over: Die New Yorker Internet-Plattform „Gawker“ rief Anfang des Jahres nach kritischen Berghain-Artikeln einiger Medien aus:
„Berlin Is Over. What’s Next?“. Debatten folgten. Leipzig, Sofia?

 
P wie Pharrell Williams: Sein Ende 2013 veröffentlichter Hit „Happy“ inspirierte im Laufe von 2014 viele Menschen auf der ganzen Welt, eigene Videos zu drehen und auf der Straße „happy“ zu tanzen.

 
Q wie Quizduell: Die App mit verschiedenen Frage-Kategorien war monatelang der Renner auf vielen Smartphones. Selbst das Fernsehen wollte von dem Hype mit einer TV-Show profitieren.

 
R wie Rohkost: Der Lifestyle-Trend „Raw Food“ schwappte vom englischsprachigen Raum langsam nach Deutschland. Anhänger der Rohkost ernähren sich vegan und verzichten komplett aufs Kochen.

 
S wie Selfie: Bei der Oscar-Verleihung mit Moderatorin Ellen DeGeneres erreichte der Handyfoto-Hype seinen vorläufigen Höhepunkt mit einem Hollywood-Selfie etwa mit Brad Pitt oder Jennifer Lawrence.

 
T wie Tinder: Bei der mobilen Dating-App sortiert man Flirt-Vorschläge nach Attraktivität - Mensch interessant: Foto nach rechts wischen; uninteressant: Foto nach links verschieben.

 
U wie Urlaub und Uber: Als angesagteste Promi-Destination schien sich im Sommer Ibiza durchzusetzen. Uber, der Online-Vermittlungsdienst für Fahrer, machte derweil als Taxi-Konkurrenz viele Schlagzeilen.

 
V wie Veganismus: Anhaltender Trend mit prominenten Vorkämpfern wie etwa Attila Hildmann („Vegan to go“), der nach seinem deutschen Erfolgsjahr 2013 jetzt auch in den USA durchstarten wollte.

 
W wie Wurst, Conchita: Ein Mann geht ihren Weg. Mit „Rise Like A Phoenix“ gewann die bärtige Dragqueen aus Österreich im Mai den Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Ein Mensch des Jahres.

 
X wie das X in spornosexual oder lumbersexual: neue Männertypen. Nach dem Metrosexuellen geht es nun um Sport-Porno-, also Sporno-Ästhetik und den Stil von Holzfällern (lumber): kariertes Hemd, Bart, Muskeln.

 
Y wie Yotam Ottolenghi: Star der Hobbykoch-Szene. Der in Jerusalem geborene Wahl-Londoner schrieb das Kochbuch, „das jetzt alle haben“, wie die „FAS“ meinte: „Genussvoll vegetarisch“ (Original: „Plenty“).

 
Z wie Zwischenmahlzeit: Streetfood galt vielen als DER Ess-Trend des Jahres. Pulled Pork etwa. Fastfood-Ketten wie Burger King und McDonalds kämpften derweil mit einem Imageverlust.

dpa

factbox

Mit dem Babo zur Gammelfleischparty

 

Mit dem „Jugendwort des Jahres“ wirbt der Münchner Langenscheidt-Verlag seit 2008 für sein Buch „100% Jugendsprache“. In diesem Jahr wurde mit „Läuft bei Dir“ als Synonym für cool oder krass ein ganzer Satz gekürt. Hier die Gewinner der vergangenen Jahre:

  •  2013: Babo. Das Wort bedeutet so viel wie Boss oder Anführer. Der Ausdruck erinnert an den türkischen Baba (Vater) und wird vor allem in kurdischen Gebieten der Türkei benutzt. Hierzulande bekannt gemacht hat den Begriff der deutsch-kurdische Rapper Haftbefehl mit seinem Lied „Chabos wissen wer der Babo ist“.
  • 2012: Yolo. Es ist ein Akronym und steht für „You only live once“ – eine Aufforderung, alle Chancen auf Erlebnisse zu nutzen.
  • 2011: Swag. Der US-amerikanische Ausdruck bezeichnet eine „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung“ oder eine „charismatisch-positive Aura“. Wörtlich übersetzt bedeutet „to swagger“ stolzieren, prahlen oder schwadronieren, und „swaggerer“ heißt Aufschneider oder Angeber.
  • 2010: Niveaulimbo. Mit dem Begriff beschrieben Jugendliche 2010 das Absinken des Niveaus beispielsweise im Fernsehprogramm, bei Partys oder in Gesprächen.
  • 2009: hartzen: Das an Hartz IV angelehnte Wort kann so etwas wie rumhängen oder auch arbeitslos sein heißen.
  • 2008: Gammelfleischparty. Das erste „Jugendwort des Jahres“ ist eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für eine Ü-30-Party. dpa
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