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Was die Anderen denken ...

Mobbing, Ausgrenzung und der Drang, anderen gefallen zu wollen Was die Anderen denken ...

Es gibt auf der Welt viele Menschen, denen ist es egal, was andere denken. Sie handeln und kleiden sich, wie es ihnen gefällt. Einige von ihnen haben damit großen Erfolg, beruflich wie auch menschlich.

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Angst vor Ausgrenzung kennt fast jeder.

Quelle: vr

Wer sich gegen die Mitmenschen durchsetzt, kann es sehr weit bringen. Er kann später Rockstar werden, von Fans kreischend bejubelt. Er kann Wissenschaftler werden und die Welt zum Staunen bringen, oder er gründet ein Firmenimperium, mit dem er unendlich reich wird.

 Die meisten Menschen, die das geschafft haben, haben sich nicht beirren lassen von den Gedanken anderer, haben ihr „eigenes Ding“ gemacht und wurden von Erfolg gekrönt. Dass das nicht immer so ist und die eigene Persönlichkeit viele Schattenseiten hat, ist ebenfalls bekannt. So reicht es manchmal leider schon aus, aus einem anderen Land, mit anderen Sitten und Gebräuchen zu kommen, um Abneigung durch die Gesellschaft zu erfahren.

 Von Kindesbeinen an wird uns beigebracht, was sich gehört und was nicht. Natürlich sind Grundregeln wichtig, wenn Individuen aufeinandertreffen. Kommen wir in die Schule, geht es meist erst richtig los mit der „Erziehung“. Beinah täglich kann man von Mobbing und Hänseleien an Schulen lesen. Oder schlimmer, von Menschen, die in der Öffentlichkeit und im schlimmsten Fall sogar zu Tode geprügelt werden.

 Der Gedanke „Was denken wohl die anderen über mich?“ beschäftigt viele täglich. Kann ich die Kleidung so anziehen? Kann ich das bei der Rede so sagen? Was ist, wenn ich jenes absage oder das andere zusage?

 Häufig sind Menschen in ihrem Handeln durch die Denkweise so blockiert, dass sie ihr eigenes Ich gar nicht ausleben können. Vermutlich nicht einmal wissen, wie dieses aussieht, denn es könnte schließlich sein, dass diese Person gar nicht akzeptiert werden würde.

 Gerade junge Menschen, die noch dabei sind, sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln, schränken diese Entwicklung selbst so stark ein, weil sie Angst haben, dass sie in der Schule, im Verein, im eigenen Freundeskreis oder von den Eltern ausgestoßen werden könnten.

 Ist die Angst in den Köpfen erst mal drin, ist es schwierig, sie wieder los zu werden. Die Folge ist, dass das eigenständige Handeln nicht mehr frei erfolgt. Die eigenen Eltern wollen meistens nur das Beste für ihr Kind und haben Angst, dass „der kleine Vogel“ sich einen Flügel brechen könnte, wenn er aus dem Nest hüpft und das nicht so macht, wie Mama und Papa es beigebracht haben.

 Diese Einstellung ist auch richtig so, doch bei aller Liebe und Fürsorge darf nie vergessen werden, dass die Kinder selbst lernen müssen, damit später etwas Eigenständiges aus ihnen werden kann, denn schließlich sind die Eltern irgendwann nicht mehr da.

 Die Meinung der Freunde ist wichtig, doch machen wahre Freunde sich nicht dadurch bezahlt, dass sie einen so akzeptieren, wie man ist? Es ist sehr schwierig und bedarf viel Übung, sich von der Meinung der anderen zu lösen. Gerade wenn schon längere Zeit im Leben darauf geachtet wurde, was andere über einen denken könnten. Doch ein gesundes Maß an Egoismus und Unabhängigkeit ist wichtig, um glücklich und erfolgreich leben zu können. Mach doch einfach ein paar Schritte auf dich selbst zu und sage dir dabei: „Was andere denken, geht mich nichts an.“ vr

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