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Schritt für Schritt ins Internet

Spätlese Schritt für Schritt ins Internet

Mit etwas Begeisterung und einiger Ausdauer könnte jeder interessierte Senior den Zugang zur Welt der Computer und des Internets finden.

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Dieter Schmidt besucht die Schaumburger Seite bei feierabend.de.

Quelle: dka

Von Dietmar Kampe

Auch Dieter Schmidt aus Obernkirchen hat erst als Rentner angefangen, sich damit zu beschäftigen. Zuerst aus purer Langeweile, dann mit wachsender Begeisterung. Heute ist der Umgang mit dieser neuen Welt für ihn ganz selbstverständlich.

 „Ich kann mir das Leben ohne Internet kaum noch vorstellen“, versichert der 71-Jährige und führt als Beispiel die Vorteile des Online-Bankings an. „Wir werden doch alle immer älter, und wer hat denn noch eine Sparkasse oder ein Postamt in der Nähe?“

 Aus gesundheitlichen Gründen musste Schmidt 1996 seine Arbeit bei der Firma Heye-Glas aufgeben. Doch das Rentnerdasein füllte ihn bald nicht mehr aus. In Haus und Garten war irgendwann alles Wichtige getan, und er wusste mit sich und seiner Zeit nichts mehr so recht anzufangen. Da hat er einen Computer gekauft und begonnen, sich mit der Technik und den Programmen vertraut zu machen. Er hat viel ausprobiert und in Fachzeitschriften gelesen. „Ich will die Schritte, die ich mache, immer begreifen“, ist sein Motto. Es dauerte nicht allzu lange, und er konnte mit dem Computer und den wichtigsten Anwendungen gut umgehen.

 Später begann er, sich auch für das Internet zu interessieren. Doch vor dieser Welt hatte er mehr Respekt und deshalb belegte er zuvor einen Einführungskurs bei der Evangelischen Erwachsenenbildung in Rinteln. „Ich würde keinem Neuling raten, sich auf eigene Faust ins Internet zu begeben“, weiß Schmidt heute. Die wachsende Computerkriminalität sei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Da Dieter Schmidt als Pressewart des Sozialverbandes in Obernkirchen mit den Belangen von Senioren bestens vertraut ist, entstand dann 2006 auch die Idee, einen Computerkurs speziell für Senioren einzurichten.

 Der Kurs wurde ein voller Erfolg. Margarete Schrader aus Krainhagen war mit 78 Jahren nicht nur die älteste Teilnehmerin, sondern auch der Beweis für die Lernfähigkeit älterer Menschen. Mit diesem Projekt hat der Ortsverband sogar bei einer bundesweiten Kampagne des Sozialverbandes Deutschland unter dem Motto „Gut tun, tut gut“ den Gruppenpreis errungen.

 Darauf ist Dieter Schmidt natürlich sehr stolz. Zumal diese Auszeichnung damals in der regionalen Presse große Aufmerksamkeit fand. Doch am meisten freut es ihn, dass dieser Kurs noch immer angeboten wird und sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Inzwischen gibt es in der Region eine Vielzahl weiterer Fortbildungsmöglichkeiten für Senioren. Die Volkshochschule bietet etwa den Kurs „Internet komplett“ für Senioren an.

 Übrigens kennt Dieter Schmidt seit dem Computerkauf auch keine Langeweile mehr. Die Mitglieder des Versehrtensportvereins Rinteln haben ihn damals in das Amt des Schatzmeisters mit den Worten gewählt: „Du kannst ja jetzt mit dem Computer umgehen, da wirst du das bisschen Rechnungswesen auch noch machen können.“

 Ganz so einfach ist es dann für Dieter Schmidt zwar nicht gewesen. Aber er erhielt die entsprechenden Schulungen, und bald konnte er mit den speziellen Programmen sicher umgehen. „Ich bin nicht gerade ein Buchhalter geworden, doch die Finanzen und den Mitgliederbestand unseres Vereins habe ich gut im Griff.“

 Je mehr sich Schmidt mit Computer und Internet beschäftigt, desto mehr Möglichkeiten tun sich ihm auf. Begeistert erzählt er, wie er neulich mit einer Bekannten in Südafrika über das Internet telefoniert hatte: „Wir haben in Echtzeit und von Angesicht zu Angesicht geplaudert. Wer hätte das noch vor einigen Jahren geahnt?“

 Auch die sozialen Netzwerke können laut Schmidt gerade älteren Menschen vielfältige Möglichkeiten bieten, andere Menschen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Er hat sich für www.feier-abend.de entschieden. Ein sehr lebendiges Netzwerk, das gerade in unserer Region aktiv ist.

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