Der Marktplatz in Lindhorst soll schöner, grüner und Bushaltestellen-frei werden. gus
Lindhorst. Gemeindedirektor Jens Schwedhelm sprach davon, die Bushaltestelle vom Marktplatz weg in Richtung Grüner Weg zu verlegen. Dies täte dem Areal gut, es könne dann dort ein „kleines Schmuckstück“ entstehen. Die Busfahrer hätten ohnehin Probleme beim Befahren des Marktplatzes. Da das Verkehrskonzept der Gemeinde vorsehe, im Bereich Grüner Weg Änderungen vorzunehmen und dieser anschließend möglicherweise keine Sackgasse mehr ist, könne die Bushaltestelle weichen.
Außerdem sollen Parkplätze verschwinden. Holger Mensching (CDU) warnte davor, zu viele Stellflächen für Autos zu streichen. Er plädierte dafür, dass der Bauausschuss sich vor Ort ein Bild davon macht, was er gern umgesetzt sähe. Heinz-Dieter Lauenstein (SPD) schloss sich dem an, erinnerte aber daran, dass es jetzt zunächst um einen Grundsatzbeschluss geht, die Planung in Auftrag zu geben. Selbstverständlich sei es sinnvoll, dem Planer Vorgaben zu machen. Dies befürwortete auch Mensching, da immerhin zehn bis 15 Prozent der Kosten, die vage geschätzt 200 000 Euro umfassen sollen, für die Planung zu berappen sind.
Zu den Vorgaben könnten eben jene Überlegungen bezüglich der Bushaltestelle und der Parkplätze zählen. Lauenstein sprach sich zudem für „mehr Grün“ und weniger Betonkübel aus. Weitere Wünsche sollen bei einer gemeinsamen Besichtigung im Frühjahr ermittelt werden. Der Bauausschuss befürwortete, das Büro Biesterfeld mit der Planung zu beauftragen. Darüber muss final der Rat befinden.
Hinsichtlich der Kosten tappt die Gemeinde noch ein wenig im Dunklen. Die 200 000 Euro beziehen sich auf ein Konzept aus der Zeit der Dorferneuerung im Jahr 2003. Dieses Programm ist jedoch inzwischen abgelaufen, die seinerzeit möglichen Zuschüsse von 72 000 Euro passé. Schwedhelm erklärte, dass nun Zuschussgeld aus dem EU-Leaderprogramm winkt. Dazu müsse aber erst einmal ein Konzept vorgelegt werden. Außerdem sei die vom Landkreis geplante Bahnhofstraßensanierung ein günstiger Zeitpunkt für die Gemeinde, tätig zu werden.
Lauenstein erinnerte daran, dass es sich bei der Marktplatz-Neugestaltung um eine Straßenbaumaßnahme der Gemeinde handle, und diese verfüge über eine Straßenausbaubeitragssatzung, nach der anteilig auch die Anlieger zur Kasse gebeten werden. Deshalb sollten die Eigentümer der betreffenden Grundstücke frühzeitig an den öffentlichen Diskussionen beteiligt werden. gus
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