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Pollhagen

Erneut Zoff zwischen ASC und Rat

Zwischen dem Gemeinderat Pollhagen und dem ASC Pollhagen-Nordsehl knirscht es schon wieder. Anlass ist die Weigerung des Sportvereins, die Überschreitung bei den Betriebskosten für die Pollhäger Turnhalle zu übernehmen. Dies hat bei den Politikern Kopfschütteln und den Wunsch nach einem klärenden Gespräch hervorgerufen.
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Pollhagen. Bislang hatte die Vereinbarung bestanden, dass für die Betriebskosten ein jährlicher Maximalbetrag von 13 805 Euro (einst 27 000 D-Mark) festgesetzt wird. Sollte die Abrechnung niedriger ausfallen, würde der Überschuss dem ASC gutgeschrieben. Dies sollte auch ein Anreiz zum Energiesparen sein. Bislang hatte die Summe stets ausgereicht.
Nicht so in 2008, als die Betriebskosten auf vergleichsweise astronomische 14 191,33 Euro hochschnellten. Folglich verbleiben gemäß der vor neun Jahren getroffenen Vereinbarung nicht etwa einige Euro im Säckel des Vereins – dieser müsste vielmehr knapp 390 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Dies verweigert der Vorstand jedoch.
Stattdessen pocht der ASC gegenüber der Pollhäger Verwaltung darauf, nur sieben Achtel der Hallenzeit zu belegen. Den Rest nutzten andere Gruppierungen, beispielsweise die Feuerwehr, der Kindergarten und die Volksfestgemeinschaft für gelegentliche Feiern. Der ASC-Vorstand errechnet deshalb einen eigenen Kostenanteil von nur 12 417,41 Euro – eben sieben Achtel der Gesamtbetriebskosten. Und er will sogar Geld von der Gemeinde ausgezahlt bekommen.
Der Grund für die hohe Rechnung liegt auf der Hand – die Energiekosten sind in den zurückliegenden Jahren explodiert, offenbar so sehr, dass auch die Sanierung der Turnhalle vor einigen Jahren die Überschreitung der Pauschale nicht verhindert hat. Dies erkennen die Politiker durchaus an. Auch die Tatsache, dass der ASC nicht der Alleinnutzer der Halle ist, wurde im Rat nicht abgestritten.
Doch mit dem gewählten Vorgehen und den Forderungen des Vereins waren Politiker und Verwaltung keineswegs einverstanden. So lange die Kosten-Regelung den Sportlern genutzt habe, sei sie befolgt worden. Nun, da die in 2001 festgesetzte Höchstgrenze nicht mehr passt, soll anders verfahren werden.
„Dann müsste der ASC auch für die Jahre davor das Geld zurückbezahlen, das er zu viel bekommen hat“, sagte Heinrich Möller-Lindenberg (CDU). Heinz Schommerloh (SPD) konstatierte: „Der Vertrag gilt.“
Doch der Ratsherr fügte an: „Über Veränderungen können wir ja reden.“ Auch Friedrich Möller (WGP) sagte, die Gemeinde behalte sich vor, die Pauschale anzugleichen. Doch über das jetzige Verhalten des ASC solle mit dem Vorstand ein Gespräch geführt werden. Michael Wischhöfer (WGP) schloss sich dem an. „Was sich in den letzten zwei Jahren zwischen dem ASC und der Gemeinde abgespielt hat, ist nicht der richtige Weg.“ Das gewünschte Gespräch soll nun realisiert werden.
Zum Hintergrund: In 2009 endete ein Streit um Abrechnungen für die Turnhallensanierung so, dass dem Verein, der der Gemeinde nach deren Sicht Geld schuldet, der jährliche Zuschuss bis auf weiteres gestrichen wurde.
Guido Scholl


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