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25 Jahre Hof Windheim

Kein Wolkenkuckucksheim 25 Jahre Hof Windheim

Aus einem „sozialpsychiatrischen Traum“ ist Wirklichkeit geworden. Im Vorfeld einer Tagung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hofes Windheim würdigten Gäste die Arbeit der Geschäftsführer Andreas Landmann und Raimund Sichma sowie der Mitarbeiter des Projektes, das immer weiter wächst.

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Oliver Theiß (Von links) gratuliert Raimund Sichma und Andreas Landmann zu deren erfolgreicher Arbeit. 

Quelle: sk

Stadthagen/Lauenhagen. „Vor 25 Jahren war der Hof Windheim so etwas wie ein Wolkenkuckucksheim“, scherzte Lara Sebo vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen im Lauenhäger Bauernhaus. Mit seelisch Erkrankten das Hofprojekt zu verwirklichen, sei als ein „sozialpsychiatrischer Traum“ erschienen. Aber der Wohn- und Lebensraum wurde verwirklicht.
2007 folgte der nächste Schritt. Mit einer „bunt gemischten Truppe Unerschrockener“ sei der Bruchhof ausgebaut worden – als Tageseinrichtung für Menschen, die aufgrund starker Belastungen oder psychischer Einschränkungen in regulären Beschäftigungsverhältnissen überfordert sind. Auf dem Bruchhof arbeiten sie unter anderem im Café, in Papier- und Seifenmanufakturen und in der Instandsetzung der historischen Bruchhof-Anlage. Weitere Projekte sind hinzugekommen: Wohnen im Verbund, eine Wunstorfer und eine Schaumburger Tagesstätte, eine Praxis für Ergotherapie, ambulant betreutes Wohnen und Begegnungsstätten.
Der Hof Windheim sei „ein Phänomen“, meinte Klaus Malchau, der von Landmann „als unser größter Kritiker“ vorgestellt wurde – „im Positiven wie im Negativen“. Malchau, Psychiatriekoordinator des Landkreises, hob eine hohe Auszugsquote aus dem Hof in 2014 von 35 Prozent hervor. Menschen mit schweren seelischen Erkrankungen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, sie wieder einen Platz in der Gesellschaft finden zu lassen, verursache eine immense Arbeit. Ganz wichtig sei es, den Menschen Beschäftigung und damit eine Tagesstruktur zu bieten. Dies sei im Bruchhof möglich.
Der Stadthäger Landtagsabgeordnete Karsten Becker (SPD) hatte die gesamte Gesellschaft im Blick: Jeder dritte Deutsche leide inzwischen unter einer psychischen Störung. Eine Ursache sieht er in der „enormen Leistungserwartung unserer Gesellschaft“. Becker freute sich daher, dass Einrichtungen wie der Hof Windheim „aus ihrer gesellschaftlichen Nische herausgekommen sind“ und lobte das Engagement. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß nötigt die Arbeit dort „allerhöchsten Respekt ab.“ sk

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