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Anwohner in Reinsen schlagen weiter Alarm

Schulweg-Sicherheit Anwohner in Reinsen schlagen weiter Alarm

Bei einer Bürgerversammlung in Reinsen haben besorgte Eltern am Dienstagabend die Behördenvertreter aufgefordert, mit zusätzlichen Maßnahmen für die Sicherheit ihrer Kinder an der L447 zu sorgen. Die Straße dient im Zuge des L444-Ausbaus als Umleitungsstrecke. Die Anwohner berichteten von haarsträubenden Szenen, die sich an der Bergkette abspielen.

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Dirk Nolte (rechts) und Ralf Mahnert prüfen die Einrichtung einer Bedarfshaltestelle.

Quelle: ber

von matthias berger Reinsen. Trotz der Verlegung der Bedarfshaltestelle sorgen sich die Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder. Bei Begegnungsverkehr weichen die Autos bis weit an den Straßenrand aus, für Fußgänger bleibe wegen des kaum vorhandenen Seitenstreifens oft nur der rettende Sprung in den Graben. Vor allem die Schulkinder, die entlang der L447 zur Bushaltestelle gehen müssen, seien einem nicht hinnehmbaren Risiko ausgesetzt. „Drei Kindern sind schon die Schultaschen von der Schulter gefahren worden“, berichtete ein Bürger.

Anne Hanus von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wies darauf hin, dass im Bereich der Bushaltestelle bereits die Geschwindigkeit auf 30 reduziert worden sei. Zudem herrsche während der Baumaßnahme dort ein Halteverbot, „damit die Kinder den Seitenstreifen nutzen können“.

Die Existenz dieses Seitenstreifens stellten die Anwohner jedoch infrage. „Und durch Tempo 30 haben die Kinder auch nicht mehr Platz. Wo sollen sie hin, wenn die Autos an ihnen vorbei rasen? Hier gehört ein Gehstreifen hin“, verschaffte ein Vater seinem Ärger Luft.

Kreisschulamtsleiter Ralf Mahnert betonte zwar: „Wir sind verpflichtet, alle Kinder unter zumutbaren Bedingungen zur Schule zu befördern.“ Allerdings würden Eltern die Gefährlichkeit subjektiv höher einschätzen, als sie tatsächlich sei. „Es gibt deutlich gefährlichere Schulwege“, meinte Mahnert. „Hier gibt es einen begehbaren Seitenstreifen. Auch wenn er zugegeben sehr schmal ist.“ Mahnert wies zudem darauf hin, dass die Situation an der Bergkette nie besser gewesen sei. „Und wir können nicht jedes Kind mit dem Taxi abholen.“

Damit wollten sich die Anwohner jedoch nicht abfinden. Mehrfach wurde die Forderung laut, den Einstieg in den Bus an einer zusätzlichen Bedarfshaltestelle am Feuerwehrhaus zu ermöglichen, um den Weg entlang der L447 für die Kinder zumindest im Morgengrauen zu verkürzen.

Sowohl Mahnert als auch der Betriebsleiter der Schaumburger Verkehrsgesellschaft, Dirk Nolte, versprachen, die Möglichkeit einer Bedarfshaltestelle in diesem Bereich zu überprüfen – und ernteten dafür Applaus von den Anwohnern. „Wir wollen keinen Krawall machen, aber als Eltern haben wir einfach Angst um unsere Kinder“, betonte eine Mutter.

Dass diese Angst berechtigt ist, bestätigte Ferdinand Vyskocil von der Verkehrswacht, der die Situation an der Bergkette als „Vollkatastrophe“ bezeichnete. Dass jedoch nicht nur Auswärtige die Sicherheit der Fußgänger an der Bergkette gefährden, zeigen die Ergebnisse einer Radarkontrolle, die die Polizei am Tag der Bürgerversammlung dort durchgeführt hatte: Unter den zehn Temposündern, die in knapp drei Stunden gemessen wurden, waren vier Anwohner. ber

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