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Flüchtlingsunterkunft bleibt Thema

Sozialdezernent Heimann äußert sich Flüchtlingsunterkunft bleibt Thema

Bewohner aus der Nachbarschaft der neu eingerichteten Flüchtlingswohnungen an der Brinkstraße haben gegenüber dieser Zeitung berichtet, bereits sechs Wochen vor Einzug seien vom Landkreis erste Vorkehrungen zur Ausstattung der Wohnungen getroffen worden.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Insofern hätte durchaus frühzeitig darüber informiert werden können, dass dort Flüchtlinge einziehen sollen. Das sei aber nicht passiert, sondern sie selber hätten erst kurz vor oder bei Einzug davon mitbekommen, schildern die Anwohner. Das sei eine schlechte Informationspolitik.

Auf Anfrage teilte Kreissozialdezernent Klaus Heimann dazu mit, die Kreisverwaltung habe bereits Ende März „der örtlichen Politik und den Flüchtlingsberatern der Arbeiterwohlfahrt“ Kenntnis davon gegeben, dass in dem Haus an der Brinkstraße vier Wohnungen mit Flüchtlingen belegt werden sollen. Das sei nachweisbar, weil dieser Umstand Ende März zum Beispiel auf einer Versammlung des DRK-Ortsvereins thematisiert worden sei.

Aufgrund der Fülle ihrer Aufgaben angesichts der stark ansteigenden Flüchtlingszahlen sei es den Awo-Mitarbeitern „nicht möglich, jeden Einzelnen in der Nachbarschaft persönlich anzusprechen, wie es vielleicht wünschenswert wäre“, sagte Heimann. Und bei der an vielen Stellen im Landkreis notwendig werdenden Einrichtung von Wohnungen für Flüchtlinge „können wir nicht überall vor Ort Informationsveranstaltungen durchführen. Das ist einfach nicht leistbar“.

Ohnehin stelle sich bei ihm der Eindruck ein, dass bei dem Unmut von Anwohnern mitschwingt, dass ausgerechnet an dieser Stelle Flüchtlinge untergebracht werden, fügte Heimann hinzu. Er hoffe, dass sich „dort oben eine gewisse Akzeptanz ergibt und sich vielleicht sogar ehrenamtliche Unterstützung für die Flüchtlinge entwickelt“, so der Sozialdezernent.

Irritationen haben sich auch ergeben, was die Zahl der Unterbringungsmöglichkeiten angeht. Zunächst war von 20 Plätzen die Rede gewesen. Heimann bestätigte nunmehr Berichte von Anwohnern, dass in den vier Wohnungen insgesamt 30 Betten aufgestellt worden sind. Gleichwohl seien in diesen vier Wohnungen aktuell insgesamt 21 Personen untergebracht: vier Männer, vier Frauen und 13 Kinder.

„Bis auf Weiteres soll diese Größenordnung auch eingehalten werden“, versicherte Heimann. „Rein theoretisch“ könnten in dem Haus 30 Flüchtlinge leben, „das wird von der Größe der Familien abhängen“. Heimann betonte aber: „Wir werden das so steuern, dass das vor Ort verträglich bleibt.“ ssr

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