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Hängepartie um die „Reinebuld“

Reinsen / B-Planverfahren Hängepartie um die „Reinebuld“

Seit vier Jahren schon soll der Bebauungsplan Nr. 89 „Buldweg/Reinebuld“ (Reinsen) öffentlich ausgelegt werden. Denn das hatte der Stadthäger Verwaltungsausschuss im Dezember 2008 beschlossen. Doch dazu ist es bis heute nicht gekommen, und das findet Erich Lockemann, bis vor einem Jahr Ortsvorsteher in Reinsen, „sehr ärgerlich“.

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Zwar ist das B-Planverfahren für dieses Areal an der Reinebuld noch nicht eingestellt, eine bauliche Zukunft scheint das Gelände aber nicht zu haben.

Quelle: rg

Reinsen (ssr). Im Juli dieses Jahres hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, das B-Planverfahren ganz einzustellen. Begründung: „Vor dem Hintergrund einer sehr niedrigen Nachfrage nach den bereits erschlossenen Baugrundstücken in den Ortsteilen ist eine Entwicklung dieses Gebiets (...) nicht zu befürworten.“ Auf Initiative der CDU war dieser Haken aber nicht gesetzt worden, weil es einen potenziellen Investor mit ganz gezielten Bebauungsideen gebe. Dieser sei bereit, so die Unionsfraktion, die Planungskosten zu tragen und wolle mit der Stadtverwaltung in Kontakt treten.

 „Ein solcher hat sich bei uns aber bis heute nicht gemeldet“, teilte Bauamtsleiter Gerd Hegemann am Mittwoch auf Anfrage mit. Die oben zitierte inhaltliche Position der Verwaltung sei also immer noch dieselbe. Das B-Plan-Verfahren einzustellen, „das könnten wir also mal wieder auf die Tagesordnung setzen, unter Zeitdruck stehen wir aber nicht“.

 Lockemann zeigte sich gegenüber dieser Zeitung hingegen überzeugt, für das Baugebiet würde es Nachfrage geben, daher solle das B-Planverfahren endlich fortgesetzt werden. „Alle Baulücken, die wir in den vergangenen Jahren in Reinsen baureif gemacht haben, sind doch vollgelaufen.“ Was den Ex-Ortsvorsteher weiter ärgert: „Für alle anderen 2008 für die Ortsteile beschlossenen Baugebiete gibt es mittlerweile Satzungsbeschlüsse.“ Das gelte zum Beispiel auch für das Gebiet „Wahlmanns Tor“ in Enzen, in dem bisher kein einziges Haus gebaut worden sei. „Wieso gibt es also für Enzen eine Satzung, für Reinsen aber nicht?“

 „Das mit ,Wahlmanns Tor‘ hätte man auch sein lassen können“, räumte Hegemann ein. Allerdings stelle die ausgebliebene Vermarktung keinen Schaden dar, da noch keine Erschließungskosten angefallen seien. Immerhin sei dieses Gebiet wegen der relativ verkehrsgünstigen Lage und der in Enzen vorhandenen Infrastruktur zumindest noch sinnvoller als die „Reinebuld“.

 Städtebaupolitischer Ansatz sei es aktuell zudem, in der Innenstadt baulich zu verdichten sowie Leerstände zu füllen – und nicht Grünflächen in den Ortsteilen auszuweisen, führte Hegemann aus. Wenn man in Reinsen unbedingt eine Baufläche ausweisen wolle, könnte das höchstens im etwas günstiger angebundenen Gebiet „Bergholz“ in der Nähe der Grundschule sein.

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