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Im Heringsfass zu Martin Luther

500 Jahre Reformation Im Heringsfass zu Martin Luther

Als sich die Reformation vor 500 Jahren daran machte, die Kirchenlandschaft und das christliche Leben Deutschlands zu verwandeln, war es eine kleine Kirchengemeinde vor den Toren Stadthagens, in der Johannes Textor als erster im Schaumburger Land die Lehre Martin Luthers verkündete. In dem Kirchenhaus in Probsthagen luden Pastorin Anne Riemenschneider und Oberprediger Martin Runnebaum zu diesem Anlass zum Festgottesdienst.

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Ausrüstung seit Jahren mangelhaft

Der Kirchenchor „Kreuz und quer“ bereichert den Festgottesdienst mit beschwingten Gospelsongs.

Quelle: geb

Probsthagen. Ein feierliches Jahr ist es für die über 1000 Mitglieder starke Gemeinde gleich in doppelter Hinsicht, denn die erste evangelisch-lutherische Kirche der Region wird im Juni auch ihr 777-jähriges Bestehen feiern. Mit „Gut, das wir einander haben“, quasi Mottolied der Gemeinde, würdigte die Pastorin die gut gepflegte Gemeinschaft mit den Gästen aus Politik und Vereinen. Neben Bürgermeister Oliver Theiß würdigte auch Maik Beermann (CDU) aus dem Bundestag die Kirche mit einem Grußwort. Der Bundespolitiker hatte einst selbst als Konfirmand vor dem Altar in Probsthagen gestanden.

„Jede Kanzel hat ihre Tücken“

 Für Superintendent Runnebaum war es dagegen die erste Gelegenheit, dort die Kanzel zu besteigen und er war gleich vor den Stufen gewarnt, die einen Vorgänger schon stürzen ließen: „Jede Kanzel hat ihre Tücken. Fest ist diese jedenfalls“, scherzte der Pastor daran rüttelnd. Vom mütterlichen Charakter Riemenschneiders leitete der Prediger zu den starken Frauen über, die sich vor 500 Jahren gegen die katholische Kirche auflehnten. „Versteckt in leeren Bier- und Heringsfässern flüchtete Katharina von Bora, Luthers spätere Ehefrau, zusammen mit elf weiteren Nonnen in der Osternacht 1523 aus dem Zisterzienser-Kloster in die Freiheit“, so Runnebaum.

„Zusammen mit Luther bildete die Frau mit dem ausgeprägten Charakter ein Dream-Team.“ Inspiriert von der Predigt änderte der Gemeindechor „Kreuz und quer“ spontan sein musikalisches Programm und sang mit Solistin das schwedische „Wie im Himmel“ aus einem Musikfilm. Wie der Organist Jonathan Hager, der für den Anlass zur Gitarre gegriffen hatte und den Beatles-Klassiker „Let it be“ spielte und sang, erntete der Chor begeisterten Applaus in der Kirche.  geb

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