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Lampe poltert zum Abschied

Kritik Lampe poltert zum Abschied

Mit der langjährigen Bürgermeisterin Ulrike Koller (SPD) an der Spitze geht der Ortsrat Wendthagen-Ehlen in die nächsten fünf Jahre. Nach 16 Jahren wurde Hans-Hermann Lampe verabschiedet und polterte – quasi als letzte Amtshandlung – noch einmal gegen die Stadtverwaltung.

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Quelle: pr.

Wendthagen. Seinen Hut nehmen wollte er offensichtlich nicht, ohne noch einmal kritisch die Situation des Stadthäger Ortsteils zu bewerten: „Die Erweiterung des Löschteiches wird schon lange gefordert. Der uns versprochene Baubeginn wurde von der Stadt aber nicht eingehalten.“ Einmal in Fahrt gekommen, legte Lampe auch gleich nach: „Ich frage mich, ob das Kriegerdenkmal bis zum Volkstrauertag am 15. November gereinigt wird. Bis heute ist da nichts passiert. Und der Mühlenbach wächst mit Bäumen und Buschwerk zu.“ Laut des ehemaligen Ratsmitglieds sei die Grünpflege im Stadthäger Stadtteil historisch noch nie so schlecht gewesen wie derzeit.

Die alte und neue Ortsbürgermeisterin entgegnete diplomatisch, das Denkmal sei bereits gereinigt, die von Lampe angemahnten Baumfällarbeiten hätten indes noch nicht stattgefunden.

Kompetenzgerangel zwischen Stadt und Land

Kritik gab es bei der Zusammenkunft auch von Ortsratsmitglied Detlef Schröter. Auslöser war die Sperrung des Pilgerwegs – aufgrund der Gefährdung durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume – und das damit einhergehende Kompetenzgerangel zwischen Stadt und Land. Denn für den Rückschnitt der Äste ist das Land als Eigentümer verantwortlich, die die Arbeiten zwar ausgeschrieben hat.

Mit einer schnellen Umsetzung sei jedoch nicht zu rechnen. Schröter: „Die Sperrung ist vom Kohlenweg abgehend. Es kann nicht sein, dass der besonders wertvolle Weg einfach abgesperrt wird, weil man sich nicht einig wird.“ Der Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß, der die gute Arbeit des Ortsrates würdigte, erklärte: „Wir werden wohl den Weg der Vorleistung gehen. Jedoch haben wir laufend Probleme mit dem Land. Ich stimme aber zu, dass diese Schwierigkeiten keine Nachteile für die Bürger bedeuten dürfen.“

Im kommenden Jahr soll der Stadthäger Ortsteil außerdem zwei neue Spielplätze bekommen, einen in der Straße „An der Schmiede“ und einen weiteren „Am Helsengrundbach“. Im Herbst mache jene Einrichtung keinen Sinn, so Koller.

Neben Lampe wurden auch Reina Krumsiek, die fünf Jahren dabei war, sowie Antje Pöppel, die zwei Legislaturperioden im Ortsrat saß, verabschiedet. Zum stellvertretenden Ortsbürgermeister wurde Rudolf Schift gewählt. Ebenso wie bei Koller fiel die Entscheidung einstimmig aus. ano

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