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Lebendige Steine

Evangelisch-lutherische Kirche Probsthagen feiert 777. Geburtstag Lebendige Steine

Die evangelisch-lutherische Kirche in Probsthagen, hat nun ihren 777. Geburtstag erlebt. „Das Geburtstagskind ist noch gut in Schuss“, findet Pastorin Anne Riemenschneider mit Blick auf das alte Gotteshaus.

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L 447: Planfeststellung 2018

Besondere Darstellungsform: Über 150 Probsthäger bringen sich in Position, um die 777 Jahre bildlich darzustellen und einmal in die Drohnenkamera von Michael Aldag zu lächeln.

PROBSTHAGEN. . Zur Feier der historischen „Schnapszahl“ formierte sich die ganze Gemeinde auf dem Rasen vor der Kirche zu den drei Ziffern für ein Luftbild von Drohnenpilot Michael Aldag.
„26 Generationen haben hier ihre Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen erlebt. 50 000 Gottesdienste hat die Gemeinde gefeiert von denen ich an einigen 100 teilnehmen durfte“, resümierte Riemenschneider voller stolz auf ihre Kirche. Auf der Kanzel ist immer noch der Name des ersten Predigers zu lesen. Der Taufstein diente zwischenzeitlich auch einmal als Blumenkübel.
Das „wunderschöne Ambiente“ der geweihten Stätte, die schon viele Fremde angezogen habe, hatte auch Riemenschneider 2011 aus Bückeburg gelockt. „Es ist eine tolle Gemeinde, jeder macht mit und bringt sich ein“, lobt die Pastorin. Einen „anderen Wind als sonst in der Gesellschaft“ wünschte sie sich in ihrer Predigt für den Festtag und ergänzte: „Hier erleben wir Gemeinschaft als lebendige Steine im Hause Gottes“ – wenn auch die Heizung dieses Hauses noch zu wünschen übrig lasse. Superintendent Martin Runnebaum erinnerte in seinem Grußwort an die kriegerischen Eroberungen und Kreuzzüge des Erbauungsjahres 1240. „Dieser Gott hat alles ertragen, den ganzen Mist, den wir gemacht haben“. Besonders zu Zeiten der Reformation hatte sich die kleine Dorfkirche einen Namen gemacht. Es war nämlich Pastor Johannes Textor, der hier die erste protestantische Predigt im Schaumburger Land hielt und die Kirche somit auch zum Anziehungspunkt für Lutheraner aus Stadthagen werden ließ. Der heutigen Gemeinde empfahl Runnebaum: „Lasst eure Kirche von innen richtig alt aussehen, indem ihr sie richtig häufig benutzt.“ Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgten der Montagschor und der Chor „Kreuz und quer“ aus der Gemeinde gemeinsam mit dem Cohen-Klassiker „Hallelujah“ und „You raise me up“. Auch beim anschließenden Grillfest ging es mit dem Trachtentanz der Lüdersfelder „Häger Ringelschotschen“ oder dem Luftballonwettbewerb für die Kinder lebhaft zu. Das Jahrbuch zum 750. Geburtstag gab es für die Gemeindemitglieder an diesem Tag kostenlos.

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