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Stadthagen Ortsteile Neue Satzung bei Wasserverband
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22:53 29.04.2018
Quelle: dpa
OBERNWÖHREN.

 Dies sei geschehen, weil nach dem Wegfall der Schaumburger Privat-Brauerei kein Mitglied diese Grenze auch nur annähernd erreiche, teilte der Verbandsvorsitzende Wolfgang Haverland in der Hauptversammlung des Verbandes im Vornhäger Krug mit.

Die Privat-Brauerei hatte das Wasser der Bornauquelle für die Bierproduktion vom Verband bezogen. 2016 ging die Brauerei in die Insolvenz. Sonderregelungen für den Betrieb sind darum nun aus der Satzung gestrichen. Die Brauerei ist auch nicht mehr in Ausschuss und Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes vertreten.

Einstimmig neu gewählt wurde ein neues Mitglied im achtköpfigen Verbandsausschuss, nachdem im vergangenen Jahr Georg Ritter verstorben ist. Dessen restliche Amtszeit übernimmt nun Günther Rückert. Die Amtszeit des Ausschusses endet am 31. März 2019. Im kommenden Jahr muss also der gesamte Ausschuss neu gewählt werden.

Das Leitungsnetz des WBV Obernwöhren umfasst mittlerweile 25.000 Meter mit 550 Hausanschlüssen. Es werden etwa 2500 Einwohner mit Frischwasser versorgt.
Die Leistung des Wasserversorgungsunternehmens ist seit seiner Gründung erheblich gestiegen – durch weiteren Netzausbau, Versorgung zusätzlicher Neubaugebiete und allgemein höhere Bedarfsanforderungen der Haushalte. Im Jahre 1934 wurden etwa 15.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr an die Verbraucher abgegeben, heute sind es etwa 130.000 Kubikmeter.

Im vergangenen Geschäftsjahr stand die Erweiterung der Versorgungsleitung im Baugebiet „Am Feldrain“ an. Dort habe man unter den geplanten Kosten bleiben können, so der Finanzverwalter und stellvertretende Vorsitzende Gerhard Bolte. Eine Erhöhung des Wasserpreises wurde nicht vorgenommen. Auch für 2018 sei keine Anpassung der Preise geplant. Der Wasserpreis beträgt derzeit 1,35 Euro pro Kubikmeter, die Grundgebühr 66 Euro.

Die Wasserförderung lief laut Haverland 2017 ohne Einschränkung. Dies sei kein Wunder angesichts der niedergegangenen Regenmassen. In die Rohrnetze seien 99.697 Kubikmeter Wasser abgegeben worden.

Das Rohrnetz habe ebenfalls keine größeren Probleme bereitet. Haverland: „Rohrbrüche hielten sich in Grenzen.“ Allerdings: Die Hausanschlüsse „kommen in die Jahre“ und es bleibe abzuwarten, wie sich die Aufwendungen in diesem Bereich künftig entwickeln. sk