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Ortsbrandmeister kämpft für neues Gerätehaus

Feuerwehr fordert Neubau Ortsbrandmeister kämpft für neues Gerätehaus

Die Diskussion um den von der Ortsfeuerwehr Reinsen geforderten Neubau des Gerätehauses ist bei der Hauptversammlung am Sonnabend in die nächste Runde gegangen.

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Die Feuerwehr Reinsen wünscht sich ein neues Gerätehaus.

Quelle: Symbolfoto dpa

Reinsen. Reinsen. Ortsbrandmeister Nils Langhorst betonte in Anbetracht der Anwesenheit des Stadthäger Verwaltungschefs Oliver Theiß, dass „die vorhandenen gravierenden Sicherheitsdefizite nur durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden können“.

Die Feuerwehr habe bereits im September 2013 einen Antrag zum Um- beziehungsweise Neubau bei der Stadt Stadthagen über den Stadtbrandmeister eingereicht. Kurzfristig Probleme mit hohen Investitionen zu verschieben, ist aus Sicht des Ortsbrandmeisters, „keine Lösung, sondern ein Rückschritt“.

Eindringlich wies Langhorst darauf hin, dass „ohne Änderungen am Feuerwehrhaus erhebliche Gefahren für Leben oder Gesundheit der Feuerwehrangehörigen zu befürchten sind“. Und weiter: „Mir ist keine öffentliche Einrichtung bekannt, in der es in der heutigen Zeit keine räumliche Trennung in Form von separaten Umkleiden für Damen und Herren gibt.“

Theiß begann seine Ansprache mit einem Lob für die Feuerwehr und ihren Ortsbrandmeister, „der sich wirklich einsetzt“. Kurzzeitig schien er sich wieder in der Rolle des Anwalts zu sehen. Mit einem Schmunzeln verriet er: „Ich fühlte mich wie ins Gericht zurückversetzt.“

Ähnlich eines Plädoyers erklärte Theiß dann auch, dass Langhorst nicht die Stadtverwaltung überzeugen müsse, sondern die Politik, weil dort entschieden werde. „Wenn wir das Geld hätten, wäre das keine Frage, dann würden wir investieren. Aber das Geld haben wir nicht.“

Der Verwaltungschef garantierte der Feuerwehr jedoch, dass alle Anforderungen, die gestellt wurden – sowohl die Sicherheit betreffend als auch die Umkleidesituation –, erfüllt werden. In welchem Umfang das geschehe, entscheide sich im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen.

Zurzeit zählt die Feuerwehr Reinsen 174 Mitglieder. Im Einsatzdienst sei die Wehr mit ihren „gut ausgebildeten 31 aktiven Kameraden mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren sehr gut aufgestellt“, sagte Langhorst. Ebenso erfreulich sei auch die Nachwuchsarbeit. 25 Kinder und Jugendliche sind in der Jugend- und Kinderfeuerwehr.

Bei Brandeinsätzen und Hilfeleistungen wurden die Kameraden 2014 sieben Mal gefordert. Grund zur Freude hatte Frank Müller, er wurde zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert. Sebastian Bode wurde für 25 Jahre bei der Ortsfeuerwehr geehrt.

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