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Stolperfalle statt Wanderparadies

Wendthagen / Hochwasserschäden Stolperfalle statt Wanderparadies

Eigentlich ist er der schönste Wanderweg Stadthagens, sagt Hans-Jürgen Deiter über den schmalen Pfad, der sich malerisch vom Kohlenweg zur Krebshäger Wassermühle entlang des Krebshäger Baches schlängelt. Trotzdem bemerkt der Wendthäger, dass der Weg immer seltener von Spaziergängern und Joggern genutzt wird.

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Hans-Jürgen Deiter ärgert sich, dass die Stadt bis auf das Anbringen der Warnschilder bisher untätig geblieben ist. © kcg

Wendthagen (kcg). Grund: Seit dem schweren Hochwasser im August 2010 habe sich die Strecke in eine Stolperfalle verwandelt. Tiefe Riefen und Löcher seien damals durch die Fluten des Baches in den Weg gespült worden.

Ärgerlich findet Deiter nun, dass die Stadt Stadthagen die Schäden immer noch nicht repariert hat. Lediglich zwei große Warnbarken und Schilder mit der Aufschrift „schlechte Wegstrecke“ und „Benutzung auf eigene Gefahr“ seien im September aufgestellt worden.

„Das ist einfach schade, dass hier nichts passiert“, sagt der Rentner. Zumal der Weg Teil der Pilgerstrecke Loccum-Volkenroda ist. Denn während sich die Wendthäger schon langsam an den schlechten Zustand des Pfades gewöhnt hätten, würden ortsunkundige Pilger nicht mit der maroden Strecke rechnen. „Ich bin sogar schon von einem Pilger auf den Weg angesprochen worden“, berichtet Deiter. „Der erzählte, dass er mit seinen schweren Stiefeln und dem Rucksack ordentlich ins Stolpern gekommen ist.“

Dass die Stadt bisher noch nicht tätig geworden ist, begründet Manfred Lück, Stellvertreter von Bürgermeister Berd Hellmann, mit Unklarheiten darüber, in wessen Verantwortung die Reparatur des Schadens liegt. Denn der Weg sei durch das Hochwasser des Baches beschädigt worden, und für diesen sei nicht die Stadt, sondern der Unterhaltungsverband 53 zuständig.

Gespräche mit dem Verband hätten bis in den Herbst gedauert. „Wir haben uns dann bereit erklärt, den Weg herzurichten, wollten aber erst den Winter abwarten“, sagt Lück und kündigt an, dass die Schäden bis Mitte des Jahres beseitigt werden sollen.

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