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Umstrittene Haltestelle verlegt

Reinsen Umstrittene Haltestelle verlegt

Aufatmen in Reinsen: Die Bedarfsbushaltestelle an der viel befahrenen Straße An der Bergkette (L447) in Richtung Obernwöhren ist verlegt worden. Fortan sind nach Angaben von Anja Gewald vom Landkreis das Ein- und Aussteigen an der Kreuzung An der Bergkette/Reinebuld möglich.

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Die neue Bedarfsbushaltestelle an der Straße Reinebuld soll mehr Sicherheit für die Ein- und Aussteigenden bringen.

Quelle: rg

Reinsen. Vertreter der Kreisverwaltung, der Stadt Stadthagen, der Landesbehörde aus Hameln, der Schaumburger Verkehrsgesellschaft, der Straßenmeisterei sowie der Polizei haben sich auf dieses Vorgehen verständigt. Diese Runde, die sich in regelmäßigen Abständen zu einer Verkehrsbesprechung trifft, hatte sich diesmal bei einem Ortstermin mit Ortsvorsteherin Ute Hartmann-Höhnke über die Situation informiert.

Laut Sprecherin Gewald gibt es am neuen Standort außerdem eine Straßenbeleuchtung, sodass Fahrgäste in der dunklen Jahreszeit besser gesehen werden können. „Zudem hat die Stadtverwaltung signalisiert, dass sie die Situation dort noch heller gestalten will“, ergänzt Gewald. Zum Schulstart nach den Herbstferien soll es an der neuen Bedarfsbushaltestelle auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben. Fortan sei dort nur noch Tempo 30 erlaubt, so die Kreissprecherin.

Auch einen Geschwindigkeitsanzeiger will die Stadt dort für einige Zeit installieren. Mithilfe von lachenden oder schmollenden Gesichtern sollen Autofahrer für ihre gefahrene Geschwindigkeit sensibilisiert werden. Darüber hinaus haben sich die Behördenvertreter auf ein Halteverbot in Fahrtrichtung Obernwöhren verständigt. Auch dieses Vorhaben soll bis zum Start der Schule nach den Herbstferien umgesetzt werden, verspricht Gewald. Ziel sei es, dadurch die Sicherheit weiter zu erhöhen. „Kinderschutz hat oberstes Gebot“, betont die Kreissprecherin.

Hintergrund für die Sorgen der Eltern sind die Bauarbeiten an der Landesstraße 444 und die damit zusammenhängende Umleitung. Dadurch musste eine Nothaltestelle für den Busverkehr eingerichtet werden. Die Väter und Mütter befürchteten jedoch, dass ihre Sprösslinge von anderen Verkehrsteilnehmern nicht rechtzeitig erkannt werden. Daraufhin wandten sie sich an ihre Ortsvorsteherin.

Ute Hartmann-Höhnke hatte aufgrund der zahlreichen Proteste wegen der Verkehrssituation, insbesondere im Zusammenhang mit der Behelfshaltestelle, für Dienstag, 3. November, zu einem Informationsabend ins Dorfgemeinschaftshaus, An der Bergkette 45, eingeladen. Dieser soll auch weiterhin stattfinden, so die Ortsvorsteherin. Geplant ist, dass sich die Reinser mit Vertretern der beteiligten Behörden über die Verkehrssituation austauschen können. Ziel ist es, die Sicherheit für alle Betroffenen zu erhöhen. bes

So kann‘s laufen

Ein Kommentar von Verena Insinger

Viel Prügel haben Stadt, Landkreis und Landesbehörde in den vergangenen Monaten in der Kreisstadt einstecken müssen. Alle schimpften über die Verkehrsführung aufgrund der etlichen, zeitgleich verlaufenden Straßenbaumaßnahmen und die damit verbundenen Umleitungen. Doch anhand des Reinser Beispiels wird deutlich: Sie können auch anders.
Unmittelbar, nachdem Ortsvorsteherin Ute Hartmann-Höhnke auf die Missstände an der neuen Bedarfshaltestelle aufmerksam gemacht hatte, traf sich das Verkehrsgremium vor Ort und handelte – schnell und unkompliziert.
Ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel von Bürgern, deren Vertretern und den zuständigen Behörden. In diesem Fall fanden Anlieger und Eltern Gehör. So wünschen sich das die Bürger auch für die Zukunft. Denn mit dem B 65-Ausbau steht den Schaumburgern noch einiges bevor.

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