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Verkehrsverein nimmt Grünpflege in die Hand

Wendthagen Verkehrsverein nimmt Grünpflege in die Hand

Über einen ehrenamtlichen Einsatz bei der Pflege städtischer Grünflächen gibt es derzeit Debatten zwischen Verwaltung und Politik. Ein Modell dafür gibt es bereits in Wendthagen.

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Wendthagen. In dem Stadthäger Ortsteil kümmert sich der örtliche Verkehrsverein um die Pflege des Dorfplatzes und der Bushaltestelle. Nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Krumsiek ist das Engagement in einem im Juli 2014 geschlossenen Vertrag geregelt.

Zuvor war laut Krumsiek eine Fremdfirma von der Stadt beauftragt gewesen, die Grünpflege vorzunehmen: „Die hat das Areal aber verkommen lassen.“ Nicht zuletzt, weil der Dorfplatz auf dem Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda liegt, habe der Verkehrsverein beschlossen, aus eigener Kraft auf eine Verbesserung der Situation hinzuwirken.

Fünf Mitglieder des Vereins hätten sich bereit erklärt, für die Grünpflege zu sorgen, berichtete Krumsiek. Das Ergebnis sei der Vertrag mit der Stadt. In diesem ist unter anderem der Umfang der Pflegearbeiten detailliert geregelt, zu denen beispielsweise das Mähen der Rasenfläche am Denkmal gehört.

Geklärt ist auch, dass nach Absprache mit der Verwaltung getätigte Investitionen, etwa für neue Pflanzen, von der Stadt bezahlt werden. Festgehalten ist ebenso, dass größere Mengen von Grünschnitt vom Baubetriebshof abgeholt und entsorgt werden. „Das alles klappt ganz wunderbar“, freut sich Krumsiek.

Auch Haftungsfragen werden in dem Vertrag behandelt. „Die Stadt übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die dem Verkehrsverein und seinen Mitgliedern in Zusammenhang mit den Pflegemaßnahmen entstehen“, heißt es da etwa. Das sei auch kein Problem, so Krumsiek, weil die Ehrenamtlichen über die Haftpflichtversicherung des Verkehrsvereins abgesichert sind.

Nach Meinung von Krumsiek könnte der Vertrag als Vorlage für die in der Debatte befindliche stadtweite Regelung für Grünpflege-Bürgerpaten dienen. Für Bürgermeister Oliver Theiß ist die Wendthäger Kooperation „ein gutes Beispiel für die Richtung, in die es gehen sollte“. Bei den Bürgerpaten denke er allerdings weniger an Verträge, als vielmehr an Patenurkunden, sagte der Verwaltungschef. ssr

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