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Stadthagen / Süßigkeiten

Was wird aus den Weihnachts-Leckereien?


Weihnachtszeit ist Naschzeit. Die Konsequenz: Es wird angesammelt. Pfunde bei Verbrauchern, Süßigkeiten mit Bezug zum Fest beim Einzelhandel. Drei Stadthäger Geschäfte berichten, was sie mit zart schmelzenden Schokonikoläusen, marzipangefüllten Engeln und Rentieren aus Nugat machen, wenn deren Zeit eigentlich abgelaufen ist.

Eine Möglichkeit, die Weihnachtssüßigkeiten doch noch loszuschlagen: Schnäppchenjäger anlocken. 

© jw

Stadthagen (jw, jcp, kil). Bei Hussel in Stadthagen kennt man bis zum 7. Januar keine Sorgen um nicht verkaufte Festtagssüßigkeiten. Der Grund ist das orthodoxe Weihnachtsfest, das am besagten Tag gefeiert wird. Fast jedes Jahr erlebt Filialleiterin Simone Fischer, dass Kunden aus der entsprechenden Bevölkerungsgruppe für „ihr“ Fest Süßes einkaufen – und die Sonderangebote nach dem Ende der deutschen Weihnachtszeit nutzen. Was danach tatsächlich übrig bleibe, werde für „wohltätige Zwecke“ verwendet. In diesem Jahr allerdings tummelt sich kaum noch Naschwerk in Nikolaus-Optik in den Hussel-Regalen – das Weihnachtsgeschäft war Fischer zufolge in diesem Jahr „sehr gut“.

Kunden, die beim Rewe- Markt einen Ansturm auf reduzierte Weihnachtssüßigkeiten planen, haben Marktleiter Guido Wittke zufolge in diesem Jahr eher Pech. „Ich habe dieses Mal weniger bestellt.“ Folglich sei auch weniger in den Regalen liegen geblieben. Was dennoch übrig ist, geht zum halben Preis über den Tresen, der Rest kommt der Stadthäger „Tafel“ zugute. Allerdings gibt es Einschränkungen.
Nicht jeder Hersteller will seine Süßigkeiten auf einem Tisch mit anderen „Waren zum halben Preis“ sehen, weiß Wittke. „Deshalb fordern manche Firmen ihre Waren nach Weihnachten zurück“ – das betreffe zum Beispiel die Süßigkeitenherstelelr „Ferrero“ und „Riegelein“.

Ähnlich wie beim Rewe-Markt wird auch beim Tietz am Stadthäger Marktplatz verfahren. Vor den, momentan noch recht gut gefüllten Regalen mit Weihnachtssüßigkeiten, hängen große gelbe Zettel. „Alle Weihnachtsartikel zum halben Preis!“ lautet darauf die frohe Botschaft. Alles, was nach der Ausverkaufsaktion noch übrig bleibt, wolle man an die „Tafel“ spenden. Die Produkte, die oft noch bis zum März 2012 haltbar sind, wurden bislang jedoch fast restlos verkauft, so eine Mitarbeiterin.

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