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Wassermühle lockt Besucher nach Krebshagen

Deutscher Mühlentag Wassermühle lockt Besucher nach Krebshagen

Ohne das regelmäßige Rauschen des Mühlbachs werden Horst Hackmann und Christiane Heitmeier glatt nervös.

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Früher wurden mit dieser historischen Vorrichtung Getreidesäcke gewogen. Am Mühlentag lässt sich der junge Besucher Silas Buhr nun wiegen.

Krebshagen. Die beiden haben vor rund 22 Jahren die alte Wassermühle in Krebshagen übernommen. „Wir brauchen das Rauschen“, sagt Hackmann und führt durch die alte Mühle. Den Deutschen Mühlentag haben gestern zahlreiche Besucher genutzt, um einen Einblick in das historische Gebäude zu bekommen.

 Erstmalig wurde die Mühle 1866 erwähnt, sagt Hackmann. In den Siebzigern wurde der Mühlbetrieb endgültig eingestellt, doch die Gerätschaften blieben größtenteils erhalten. „Es gibt nicht viele Mühlen, in denen noch alle Einrichtungen vorhanden sind“, erzählt Friedrich Franke, der am Mühlentag durch das Gebäude führt – Schritt für Schritt bis zum Dachboden. „Zwei Mal hat die Mühle gebrannt“, weiß der Senior und erklärt: Die Verbindung aus Mehlstaub und Sauerstoff sei hochexplosiv und könne durch einen kleinen Funken schnell ein Feuer auslösen.

 Nach beiden Bränden wurde die Mühle wieder aufgebaut. Nachdem der Vater von Heitmeier die Mühle vererbt hatte, gründete sich ein Verein, um das historische Bauwerk zu erhalten, das nicht unter Denkmalschutz steht. „Anfangs waren wir 30 bis 40 Mitglieder“, erinnert sich Hackmann. Heute fehle es an Menschen, die über das nötige Wissen und Handwerk verfügen, um die Mühle in Schuss zu halten. Neben der Feuchtigkeit sei der Holzwurm der zweitgrößte Feind des Bauwerks.

 Vor 15 Jahren bekam die Mühle ein neues Dach, das Wassermühlrad wurde in den Achtzigern erneuert. Im Grunde sei es noch in Takt, irgendetwas hat sich aber offenbar im Rad verkeilt. Da der Bach nicht ausreichend Wasser führt, erklärt Hackmann, verfügte die Mühle noch über zwei weitere Antriebe – über einen Strom-Motor und Anfang des 20. Jahrhunderts auch über eine Dampfmaschine, die heute nicht mehr existiert.  kil

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