Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
„Wir fühlen uns hingehalten“

Ortsrat „Wir fühlen uns hingehalten“

Die Zustände der Grünanlagen in Wendthagen haben in jüngerer Vergangenheit für Diskussionen gesorgt – und das nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Stadtteilen. Das ehemalige Wendthäger Ortsratsmitglied Hans-Hermann Lampe sprach sogar von einer „historisch schlechten Situation“.

Voriger Artikel
„Wir parken auf dem Grünstreifen“
Nächster Artikel
Brandstifter am Werk

Der Löschteich sorgt weiter für Diskussionsstoff in Wendthagen.

Quelle: rg

Wendthagen/Enzen. Geändert hat sich seitdem kaum etwas. So jedenfalls sieht es Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller. Es habe lediglich eine Ausnahme gegeben. „Am Dorfmittelpunkt ist in Zusammenarbeit von Stadt und Verkehrsverein Wendthagen-Ehlen eine Grünpflanzung vorgenommen worden.“

Doch das sei es „auch schon gewesen“. Mehrere Projekte, die unbedingt angegangen werden müssten, lägen weiter brach. Koller: „Das Beet am Kindergarten ist ungepflegt, die Wege verkommen. Wir fühlen uns hingehalten.“ Als Grund für Verzögerungen nennt die Stadt unter anderem „Kompetenzschwierigkeiten“ mit dem Land. Ein Argument, das die Koller nicht gelten lässt: „Ich erwarte, dass die Stadt sich mit dem Land auseinandersetzt und derartige Fragen regelt.“

Das größte Ärgernis bleibe die Situation um den Löschteich. Der befindet sich unmittelbar an der Ehler Straße, vor der Stehle zur 850-Jahr-Feier. Bereits im März vergangenen Jahres habe dort die Ausbaggerung gestartet, Ende Oktober war sie abgeschlossen. „Das Projekt ist total danebengegangen“, wettert Koller. Im Brandfall sei man dringend auf Wasser von dort angewiesen. Das habe auch eine Feuerwehrübung im vergangenen Jahr gezeigt. Koller fordert: „Das muss zu Ende gebracht werden.“

Kleine Anliegen schnell erledigt

Auch im Stadtteil Enzen ist die Unzufriedenheit groß. Seit Jahren schon bestünden Probleme bei der Umsetzung dringender Maßnahmen, moniert Ortsvorsteher Manfred Kreusel. Kleine Anliegen wie eine defekte Straßenbeleuchtung, würden zwar schnell erledigt. Doch bei größeren gebe es Schwierigkeiten: „Die schnell wachsenden Dornenbüsche Richtung Hobbensen sind vergangenes Jahr gar nicht geschnitten worden.“ Außerdem sei mancherorts das Verbundsteinpflaster an Randsteinen abgehackt. Wenn Fußgänger dort stürze und sich verletzen, müsse die Stadt haften. Kreusel, der dem Stadtteil seit bereits seit 13 Jahren vorsteht, ist unzufrieden: „Es geht nicht voran, die Situation stagniert.“

Zum wohl dringlichsten Problem – dem Wendthäger Löschteich – Stadtsprecherin sagt Bettina Burger: „Die beaufragte Baufirma hat uns mitgeteilt, dass sie Anfang Februar mit den Arbeiten beginnen wird.“ Aufgrund der Naturschutzbestimmungen sei es erforderlich, dass alle Arbeiten bis Ende Februar erledigt werden. Andere Tätigkeiten, etwa Pflasterungen und Zaunarbeiten, könnten auch später gemacht werden, so Burger.

Bezüglich der Grünpflege in Wendthagen-Ehlen stehe man in engem Kontakt mit dem Verkehrsverein. Bei einer Begehung des Mühlenbachs sei festgestellt worden, dass er mancherorts zugewachsen sei. Ein Ablaufhindernis sehe man dort aber nicht. Dem Land als Eigentümer sowie Unterhaltspflichtigen habe man eine Fotos gesandt. Das Gelände werde beobachtet. ano

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Inbetriebnahme erfolgt
Freudig nehmen Ratspolitiker den Löschteich in Ehlen in Augenschein.

„Was lange währt, wird endlich gut: Der große Tag ist da.“ Mit diesen Worten hat Wendthagens Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller (SPD) in ihrer Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung des Rates der Stadt die Inbetriebnahme des Löschteiches im Ortsteil Ehlen gewürdigt.

mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr