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Wochenendhäuschen in Reinsen – bringen sie Impulse für den Tourismus?

Reinsen / Konflikt Wochenendhäuschen in Reinsen – bringen sie Impulse für den Tourismus?

Den Bau von knapp 20 Wochenendhäusern wollen Grundstückeigentümer im Areal zwischen Reinebuld und Buldweg im Osten von Reinsen ermöglicht sehen. Doch die Stadt sieht dafür keinerlei Bedarf. Gleichwohl soll mit den Interessenten noch mal geredet werden.

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Entstehen am Ortsrand von Reinsen Wochenendhäuschen? © rg

Reinsen (ssr). Wie aus dem derzeit öffentlich ausliegenden Entwurf des Flächennutzungsplans hervorgeht, beantragen die Grundstückseigner die Ausweisung von 18 Parzellen mit je 300 Quadratmeter für die Errichtung von Wochenendhäusern. Diese Siedlung würde „die Attraktivität der Stadt steigern und positive Impulse für den Fremdenverkehr geben“, so die Begründung. Nennenswerte Erschließungskosten würden nicht entstehen, heißt es weiter.

Die Stadtverwaltung ist demgegenüber aber äußerst skeptisch. „Es müsste uns erst einmal durch Belege glaubhaft gemacht werden, dass dort Bedarf für Wochenendhäuser besteht“, sagte Bauamtsleiter Gerd Hegemann auf Anfrage: „Wir können nicht aufgrund reiner Vermutungen Bauland erschließen.“ Das Areal liege nicht in direktem Sinne in einer landschaftlich reizvollen Lage wie etwa am Waldrand, an einem Gewässer oder einer Freizeitanlage, sondern „zwischen Wohnhäusern“.

Zudem würden nach Auffassung des Bauamtes erhebliche Erschließungskosten anfallen. Das beträfe die Rückhaltung von Regenwasser als Folge der beträchtlichen Bodenversiegelung und auch die Anlage von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. „Wenn die Antragsteller diese Kosten selbst übernehmen würden, entstände eine andere Lage, aber das wollen sie bisher nicht“, berichtete Hegemann.

Weil aus den Fraktionen und vom Reinser Ortsvorsteher Erich Lockemann jedoch Anregungen gekommen sind, den Vorstoß nicht gleich zu den Akten zu legen, wird sich das Bauamt mit den Grundstückseigentümern noch einmal zusammen setzen. Diese sollen dabei Gelegenheit bekommen, ein konkreteres Konzept inklusive Finanzierungsvorschlag vorzulegen.

Rein theoretisch wäre es baurechtlich nämlich durchaus möglich, das Areal als „Sondergebiet, das der Erholung dient“, auszuweisen.

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