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10 Jahre Café Ehrenamt

Stadthagen 10 Jahre Café Ehrenamt

Kindern bei den Hausaufgaben helfen, technisch Unbegabten das eigene Talent zur Verfügung stellen, sich für sozial schwache Familien oder Flüchtlinge engagieren: Seit mittlerweile zehn Jahren ist das Café Ehrenamt Anlaufstelle für Menschen, die anderen uneigennützig unter die Arme greifen. Ein Kurzbesuch.

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Stadthagen. Acht Mal im Jahr lädt Bernhard Berndt als Leiter der Kontaktstelle Ehrenamt an unterschiedlichen Orten des Landkreises Bürger ein, die sich in ihrer freien Zeit für Mitmenschen engagieren wollen – aber oft nicht wissen, wo konkret ihre Hilfe benötigt wird. Ihrem Einsatzwillen stehen rund 100 Nachfragen gegenüber, die Berndt von verschiedenen Vereinen und Institutionen gemeldet werden. Angefangen beim Naturschutzbund, über DLRG und DRK, bis hin zur Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit oder der Opferhilfe Weißer Ring.

Auch die Alte Polizei, Schauplatz des jüngsten Café Ehrenamt, hat immer Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung. So freut sich Klaus Strempel, Leiter des Kulturzentrums, über eine Frau, die ihre pädagogische Fähigkeiten bei der zweimal wöchentlichen Hausaufgabenhilfe einbringen möchte. Eine andere Besucherin würde gern bei den regelmäßigen Frühstücks- und Kaffeerunden die Gäste bewirten. Und da ist da noch der frischgebackene Ruheständler, der sich im Bereich Technik oder Naturschutz engagieren will.

Monika Henze vom ambulanten Palliativberatungsdienst ist hingegen nicht gekommen, um sich nach Tätigkeiten zu erkundigen, sondern um ihrerseits Menschen für eine Mitarbeit zu gewinnen – zum Beispiel zum Einkaufen für Schwerstkranke oder zur Übernahme von Nachtwachen. „Ehemalige Krankenschwestern wären besonders geeignet“, macht Henze deutlich. Außerdem sucht der Verein einen Kassenwart und einen Schriftführer.

Am Kaffeetisch sitzt auch Inge Schwiering. Die 74-Jährige hatte vier Wochen lang zwei Kinder aus Tschernobyl bei sich zu Hause zu Gast, die sich in Schaumburg erholen sollten. Schwiering erlebte, dass nicht nur sie den Kindern etwas gegeben, sondern sie umgekehrt selbst auch sehr viel Dankbarkeit und Zuwendung erfahren hat. „Nach den vier Wochen fühlte ich mich richtig reich“, bekennt die Gast-Großmutter. Deshalb möchte sie auch in Zukunft Kindern Zeit widmen, „vielleicht in einer Flüchtlingsfamilie“.

Das kommt Strempel wie gerufen: Am kommenden Dienstag findet um 17.30 Uhr ein Treffen der Flüchtlingsinitiative im Marie-Anna-Stift statt. Dort soll über die Idee von Familienpaten gesprochen werden. sk

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