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Stadthagen Stadt 1003 Geflüchtete
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt 1003 Geflüchtete
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00:17 23.08.2017
Symbolbild Quelle: DPA
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STADTHAGEN

Die Zahl von 1003 entspricht einem Anteil von 4,37 Prozent an der Gesamtbevölkerung Stadthagens. Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) wollte wissen, ob dies im kreisweiten Vergleich viel ist. Das bestätigte Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Zum Vergleich: Der entsprechende Anteil liege in den anderen Städten im Landkreis zwischen 2,5 und 3,1 Prozent.

Kerstin Blome-Soontiens (SPD) wollte wissen, ob der Landkreis willens sei, die Stadt aufgrund ihrer größeren Herausforderung in diesem Bereich stärker finanziell zu unterstützen. Ausschussvorsitzender Thomas Pawlik (SPD) warf ein, die Stadthäger Kreistagsabgeordneten seien gebeten worden, beim Landkreis „in dieser Richtung politisch Druck zu machen“. Die Frage einer stärkeren finanziellen Förderung durch den Kreis in Sachen Flüchtlingsarbeit sei weiter offen. „Klar ist aber, da müsste vom Landkreis eigentlich mehr kommen“, betonte Pawlik.

Viele möchten bleiben

Die Mehrheit, nämlich 631 der hiesigen Geflüchteten bekommen HartzIV, das heißt, sie haben bereits ein dauerhaftes Bleiberecht. Damit können die Menschen ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen. „Die hohe Zahl zeigt, dass viele Geflüchtete gerne in Stadthagen wohnen wollen, es handelt sich um viele Zuzüge aus anderen Teilen des Landkreises“, erläuterte Freimann. Anzunehmen sei, „dass viele von ihnen auf lange Dauer hier leben möchten“. Zu beobachten sei unter den hiesigen Geflüchteten ein hoher Anteil an Familien, was den Kitas und Schulen einen hohen Grad an Integrationsleistung abverlange.

Auf die Gründe für die Beliebtheit der Kreisstadt ist zwar im Ausschuss nicht eingegangen worden, als wahrscheinliche Gründe sehen Experten jedoch die Nähe zum Kreishaus oder auch dem Jobcenter.

„eine Bereicherung für Stadthagen dar“

Besorgt zeigte sich Lothar Biege (FDP): „Stellt der hohe Anteil ein besonderes Problem dar oder lässt sich das hier händeln wie woanders auch?“ Aufgrund der starken ehrenamtlichen Arbeit von Vielen und des großen Engagements der Arbeiterwohlfahrt „machen wir hier durchaus ganz gute Erfahrungen“, so Freimann. Die Geflüchteten stellten „eine Bereicherung für Stadthagen dar“, so Freimann weiter. Gleichzeitig seien damit aber auch Herausforderungen verbunden. „Zunächst ist es vor allem um die Unterbringung gegangen, jetzt stellen sich aber die großen Aufgaben der Integration.“

Umso wichtiger sei es, schnell Klarheit in die noch offene Frage eines städtischen Integrationsbeauftragten zu bekommen, fügte Freimann mit Nachdruck hinzu. Wie berichtet, findet dazu am 19. Oktober ein Workshop mit Vertretern der Ratsfraktionen, der Verwaltung und Integrationsexperten statt. ssr

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