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130 Wehrleute kämpfen gegen Flammen an

Reinsen / Feuer 130 Wehrleute kämpfen gegen Flammen an

Nach einer eher ruhigen ersten Jahreshälfte haben binnen vier Tagen gleich zwei große Brände die Feuerwehren in Atem gehalten. Am Mittwochabend brannte aus noch ungeklärten Ursachen ein Wohnhaus in Reinsen. Zuvor, in der Nacht auf Sonntag, bekämpften die Einsatzkräfte ein Feuer auf dem Rittergut Remeringhausen.

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In dem brennenden Wohnhaus lagern besonders viel Heu und Stroh.

Quelle: rg

Reinsen. Von Verena Insinger

Stadthagen. In beiden Fällen sind die Ermittlungen der Polizei beinahe abgeschlossen. Die Spezialisten schließen nach Untersuchungen vor Ort Brandstiftung jeweils aus. Für das Feuer in einer Scheune auf dem Rittergut war nach Polizeiangaben ein technischer Defekt an einem Bagger verantwortlich.
Bei dem Wohnhausbrand in Reinsen Mittwochabend waren 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Bewohner des vorderen Hausteils hatte die Flammen in seiner Küche entdeckt und die Leitstelle informiert. Der Dachboden stand beim Eintreffen der Feuerwehren in Flammen. Dort lagerten Heu und Stroh.
Die drei Hausbewohner konnten sich eigenständig ins Freie retten. Nachdem die Feuerwehrmänner zuerst versuchten, mit Hilfe von Atemschutzgeräten das Feuer von innen zu bekämpfen, mussten sie diesen Plan schnell wieder verwerfen. „Wir sind nicht an das brennende Stroh gelangt“, berichtet Stadtbrandmeister Rolf Bruns. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer dann unter Zuhilfenahme der Drehleiter von oben durch das Dach.
„Am meisten Schwierigkeiten hat uns das Stroh und Heu bereitet“, sagt Bruns. Immer wieder entflammten neue Bereiche. Demnach dauert der Einsatz auch von 22.40 bis 5.30 Uhr. Nachdem alle Brandnester gelöscht waren, hielt die Reinsener Wehr Brandwache. Nicht ohne Grund, wie sich Donnerstagvormittag herausstellte. Es glimmte erneut ein Brandnest auf. Das hatten die Einsatzkräfte jedoch schnell im Griff.
Trotz des erfolgreichen Einsatzes ist das Vorderhaus des Fachwerkgebäudes nicht mehr bewohnbar. Das Problem: Die alten Lehmdecken haben sich mit dem Löschwasser vollgesogen. Es besteht Einsturzgefahr.
In diesem Bereich hat ein 50-Jähriger seine Wohnung. Das Hinterhaus wird von zwei Personen bewohnt. Sie konnten am Donnerstag ruhigen Gewissens wieder in ihre Räume zurückkehren. Der Mann konnte bei Bekannten unterkommen. Ob dieser Teil des Hauses aufgrund der Schäden abgerissen werden muss, sollen in den nächsten Tagen Experten der Versicherung entscheiden.
Die Polizei geht ersten Ermittlungen nach davon aus, dass das Feuer in der Küche auf Grund eines technischen Defektes oder einer Fahrlässigkeit des Bewohners ausgebrochen war.
Bei dem Einsatz in Reinsen waren die Feuerwehren Stadthagen, Enzen, Obernwöhren, Probsthagen, Heuerßen, Reinsen sowie Hörkamp-Langenbruch beteiligt. Insgesamt kämpften 130 Helfer gegen die Flammen an.

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