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18 Steine für 18 Schicksale

Stadthagen / Neue „Stolpersteine“ 18 Steine für 18 Schicksale

Der Förderverein ehemalige Synagoge verlegt die nächsten „Stolpersteine“ am Mittwoch, 5. Dezember. Bei der zweiten Aktion dieser Art in Stadthagen nimmt die Erinnerung an 18 Menschen jüdischen Glaubens eine konkrete Form an.

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Ab Dezember wird es 18 neue „Stolpersteine“ in Stadthagen geben.

Quelle: rg

Stadthagen (jcp). Für den Förderverein bedeutete das nach eigenen Angaben viel Arbeit in Akten und Archiven in Stadthagen, Bückeburg und Hannover. Fachmännische Unterstützung leistete Historiker Florian Grumblies. Das Ergebnis der Mühen findet sich auch in Form von 18 Biografien in einer Broschüre, die parallel zur anstehenden Verlegung der Steine herausgegeben wird. Die Orte des Erinnerns befinden sich diesmal an der Niedern-, Markt- und Bahnhofstraße, Am Markt und am Stadtpark.
Der Förderverein hat sich nach Angaben des Vorsitzenden Jürgen Lingner „darauf verständigt, alle Jüdinnen und Juden, die zwischen 1933 und 1945 ihren letzten freiwilligen Wohnsitz in Stadthagen hatten, als Opfer zu betrachten, also nicht nur die Ermordeten“. Der Grund laut Pressemitteilung: Sie alle „mussten in jenen Jahren darunter leiden, dass ihnen die menschliche Würde und alle Rechte genommen wurden“.
An der Verlegung der Steine wird unter anderem auch der US-Amerikaner Andrew Schindel teilnehmen, der sich seinerseits mit Ahnenforschung beschäftigt und Stadthäger Juden zu seinen Vorfahren zählt. Der Kontakt ergab sich bei den Nachforschungsarbeiten des Arbeitskreis-Mitgliedes Wilfried Brinkmann.
Die „Stolpersteine“ sind eine Aktion des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der Opfer werden Gedenktafeln aus Messing in den Fußweg eingelassen. Nach Angaben des Fördervereins gibt es inzwischen mehr als 38 000 Exemplare in rund 800 Orten in Deutschland und anderen Ländern.

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