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2,2 Promille nach Abifete

Polizei muss Jugendliche auflesen 2,2 Promille nach Abifete

2,2 Promille: Diesen Atemalkoholwert hat die Polizei bei einer 19-jährigen Stadthägerin Sonnabendnacht ermittelt. Sie musste notärztlich behandelt werden.

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Beim Feiern fließt häufig viel Alkohol.

Quelle: dpa

Stadthagen. Passanten hatten die Polizei gegen 1.45 Uhr alarmiert. Sie teilten den Beamten mit, dass auf dem Gehweg an der Enzer Straße im Bereich der Festhalle eine junge Frau liegen würde. Sie sei nicht ansprechbar.

 Umgehend rückten die Rettungskräfte aus. Beim Eintreffen von Polizei, Sanitätern und Notarzt war die 19-Jährige nach deren Angaben immer noch nicht ansprechbar. Nach der Erstbehandlung kam die Stadthägerin nach Angaben der Polizei wieder zu sich. Ein Alkoholtest ergab 2,2 Promille. Freunde kümmerten sich im Anschluss um die 19-Jährige.

 Nur eineinhalb Stunden später das gleiche Spiel: Anwohner der Büschingstraße meldeten bei der Polizei einen Jugendlichen, der auf dem Gehweg liege. Auch der Lindhorster war beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht ansprechbar. Außerdem hatte er sich mehrfach übergeben. Nach der Erstversorgung wurde der 17-Jährige ins Krankenhaus Stadthagen gebracht, Verdacht auf Alkoholvergiftung.

 Ausgangspunkt der beiden stark alkoholisierten jungen Menschen war offenbar die Abifete in der Festhalle. Davon geht zumindest die Polizei aus.

 Alkoholismus bei Jugendlichen – ein Problem in Schaumburg? Ganz so dramatisch ist es nach Angaben von Sabine Kowalewski nicht. Nach Einschätzungen der Beraterin für Drogen- und Jugendberatung der Diakonie in Stadthagen sei Alkoholkonsum längst nicht mehr das vorrangige Problem bei den Jugendlichen. Viel mehr sei dagegen der Cannabiskonsum gestiegen.

 Zu dieser Beurteilung kommt auch DRK-Rettungsdienst-Geschäftsführer Bernd Gerberding. So sei das sogenannte Komasaufen eher zurückgegangen und der übermäßige Konsum von Alkohol immer seltener bei Jugendlichen in der Region. Fälle wie die am vergangenen Wochenende würden eher vereinzelt auftreten. Dies ist nach Einschätzung Gerberdings vor allem auf die vermehrten und auch verbesserten Kontrollen des Jugendamtes zurückzuführen.

 Gerade aus diesem Grund sei Cannabis bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen so beliebt. Es sei viel unauffälliger als Alkohol und somit auch schwerer festzustellen, so Kowalewski. Dennoch sei auch Alkohol weiterhin beliebt bei Jugendlichen. Es gibt zwar weniger Schüler, die Alkohol trinken, dafür aber exzessiver, stellt die Diakonie-Mitarbeiterin fest.

Von Verena Insinger und Lisa Schütte

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