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20-Jähriger nutzt Facebook-Freunde aus

Stadthagen 20-Jähriger nutzt Facebook-Freunde aus

Die Gutgläubigkeit seiner Bekannten hat ein 20-jähriger Stadthäger eiskalt ausgenutzt. Nach Polizeiangaben soll der bereits straffällig gewordene junge Mann über Facebook seine Freunde um den Abschluss von Handyverträgen für sich und seine Lebensgefährtin gebeten haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Stadthagen. Mehrere Bekannte kamen der Bitte nach und bleiben seitdem auf den Kosten sitzen. Die Polizei geht von einem hohen vierstelligen Schadensbetrag aus.
Fünf Geschädigte haben sich mittlerweile gemeldet. Sie haben seit Juli insgesamt elf Handyverträge für den Stadthäger abgeschlossen. Die jeweiligen Mobiltelefone sind seitdem offenbar in dessen Besitz. Die monatlichen Vertragskosten hat der 20-Jährige keinem der fünf Facebook-Freunde erstattet.
Angefangen hatte alles mit einem Eintrag in dem sozialen Netzwerk. Er brauche Hilfe, schrieb der Stadthäger dort, da er einen negativen Schufa-Eintrag habe, könnten er und seine Freundin keinen Handyvertrag abschließen. Diesen würden beide aber dringend benötigen. Ob nicht einer aus der Gemeinschaft helfen könnte, fragte der junge Mann. Fünf Bekannte sprangen ein, ohne voneinander zu wissen. Die Dunkelziffer könnte aber noch größer sein, vermutet die Polizei.
Als die ersten Rechnungen anstanden, habe sich der Stadthäger gegenüber seinen Gläubigern immer wieder rausgeredet. Das eine Mal habe er sein Gehalt nicht rechtzeitig überwiesen bekommen, das andere Mal habe er einen Zahlendreher in der Überweisung an seine Kumpel gehabt. So oder so, Geld haben die Fünf bislang nicht gesehen.
Und es kommt noch schlimmer: Von manchen hat der Beschuldigte den Vertrag mit allen Daten des Gläubigers bekommen. Dadurch sei es ihm möglich gewesen, auf dessen Kosten im Internet einzukaufen oder im Ausland auf dessen Kosten zu telefonieren. Ob das der Fall ist, prüfen die Ermittler derzeit. Auch ob seine damalige Lebensgefährtin von dem „Geschäft“ ihres Freundes wusste, untersuchen die Beamten.
Dem 20-Jährigen droht im Falle einer Verurteilung entweder eine Geld- oder eine Haftstrafe. vin

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