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20.000 Euro für Konzept für Bürgerwald

Mehrheit beißt in „sauren Apfel“ 20.000 Euro für Konzept für Bürgerwald

Kontroverse Debatte: Mit einer Mehrheit von 5:2 Stimmen hat der Umweltschutzausschuss am Donnerstagabend empfohlen, für 20.000 Euro ein Fachbüro mit der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für den Bürgerwald in Stadthagen zu beauftragen. SPD, FDP und WIR waren dafür, die CDU stimmte dagegen.

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Der Bürgerwald soll aufgewertet werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Wie berichtet hatte die Verwaltung in einer Tischvorlage vorgeschlagen, ein solches Konzept extern erarbeiten zu lassen. Denn die zur Aufwertung des Areals nötigen einzelnen Maßnahmen „greifen ineinander und müssen insgesamt betrachtet werden“. Stadtplaner Gerrit Schwalbach machte zudem deutlich, dass die Verwaltung diese Arbeit nicht leisten könne, „da wir im Bereich Grünplanung an der Kapazitätsgrenze sind“.

 Alle Ausschussmitglieder waren sich einig, dass der Bürgerwald inklusive benachbartem Stadtwald und Streuobstwiese zu einem attraktiven zentrumsnahen Erholungsgebiet weiterentwickelt werden soll. Dass mit Blick auf den teilweise abgängigen Fichtenbestand im Stadtwald sogar akuter Handlungsbedarf besteht, war ebenso unstrittig.

Kein Konzept nötig

 Nach Überzeugung der CDU ist dafür aber kein Entwicklungskonzept nötig. „In der Tischvorlage der Verwaltung steht doch schon alles drin, was wir machen müssen“, argumentierte Ursula Schweer (CDU), „wir brauchen bloß anzufangen.“ Sie fügte hinzu: „Die 20.000 Euro sollten wir lieber für die Umsetzung konkreter Maßnahmen einsetzen.“

 Ihr Fraktionskollege Jörg Ostermeier zählte Beispiele auf für „sinnvolle Maßnahmen, für die man kein Gesamtkonzept benötigt und die man sofort anpacken kann“: die Renaturierung der Bornau, das Aufforsten des Fichtenbestandes, das Anlegen von Wegen oder das Aufstellen von Info-Tafeln an der Streuobstwiese. Bürgervertreter Ernst Lenk (Grüne) ergänzte, es gebe vor Ort viel ehrenamtlichen Sachverstand, der statt des externen Fachbüros eingesetzt werden könne.

In den sauren Apfel beißen

Jürgen Burdorf (WIR) hielt der CDU-Argumentation entgegen: Es komme darauf an, „nicht nur punktuell etwas zu machen, was dann hinterher nicht zusammenpasst“. Besser sei es, für dieses wertvolle Areal „einen planerischen Gesamtrahmen zu haben und uns von außen zusätzlich neue Ideen geben zu lassen“. Dafür sei der Betrag gut angelegtes Geld. Dem stimmte Norbert Kunze (FDP) zu: „Genauso wie bei einem Hausbau, kommen wir bei der Entwicklung des Naherholungsgebietes ohne einen Gesamtplan nicht aus.“

 Klaus Gewecke (SPD) merkte an, es mache ihn „stutzig, dass wir 20.000 Euro dafür ausgeben sollen“, er stimmte am Ende aber für den Antrag. Sein Fraktionskollege Thomas Pawlik argumentierte, für die Entwicklung dieses „wichtigen Kleinods brauchen wir professionelle Hilfe“. Pawlik spitzte zu: „Wenn wir es ernst meinen und wenn es gut werden soll, dann müssen wir in den sauren Apfel der 20.000 Euro beißen.“ ssr

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