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2025 fehlen acht Pastoren

Geistliche gehen in Ruhestand 2025 fehlen acht Pastoren

In Stadthagen gibt es nur noch vier Pastoren, wo einmal fünf gearbeitet haben. Das ist auch eine Reaktion auf den Bevölkerungsrückgang, aber vielen Kirchen brechen in den nächsten Jahren auch große Teile ihrer Mitarbeiterschaft weg. Die Theologen gehen in Rente, Nachwuchs ist schwer zu bekommen.

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In Stadthagen gibt es nur noch vier Pastoren, wo einmal fünf gearbeitet haben.

Quelle: rg

STADTHAGEN/LANDKREIS. Das ist auch eine Reaktion auf den Bevölkerungsrückgang. In Schaumburg würden der hiesigen Landeskirche nach jetzigem Stand im Jahr 2025 acht Pastoren fehlen. Das liegt daran, dass von den derzeit 39 Pastoren bis dahin 19 in den Ruhestand gehen, darunter Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Sichere Neuzugänge gibt es vier, zwei weitere potenzielle Pastoren haben sich zum Examen angemeldet. Insgesamt wird es einem Synodenbeschluss von 2010 entsprechend mit 34 fünf Stellen weniger geben als noch derzeit – es bleibt also eine Differenz von acht.

Wirklich planen lässt sich nicht

Diese Zahlen beschäftigen bei der Schaumburg-Lippischen Landeskirche unter anderem Jan Peter Hoth. Der Theologische Referent des Landesbischofs gibt zu bedenken: „Wirklich verlässlich lässt sich nicht bis 2025 planen.“ Schließlich könne man nicht vorhersagen, wer sich in naher Zukunft für oder gegen ein Theologiestudium oder für oder gegen einen Lebensmittelpunkt Schaumburg entscheidet.

Fakt bleibt, dass nach jetzigem Stand Pastoren fehlen werden. „Und natürlich beschäftigen wir uns damit, was wir machen können, sollte es genau so kommen“, sagt Hoth. Zwar gebe es derzeit keine konkreten Überlegungen, Gemeinden zusammenzulegen. Allerdings gibt der Referent zu bedenken, bei einem gleichzeitigen allgemeinen Bevölkerungsrückgang könne „jeder mal selbst durchrechnen“. Hoth: „Wir können nicht davon ausgehen, dass jede Gemeinde immer genau so Bestand haben wird, wie es sie schon seit Hunderten von Jahren hat.“

Mehr Kooperationen in der Zukunft

Derzeit bedeute das aber nur: In Zukunft wird immer mehr kooperiert. Bereits heute sprängen Pastoren aus Nachbarorten schon mal füreinander ein. Beispielhaft verweist Hoth insbesondere auch auf das erste „Konficamp“ der Schaumburg-Lippischen Landeskirchen im Juli. Die Freizeit nach Dänemark für Konfirmanden sei „bereits eine Reaktion darauf, dass einige Gemeinden so etwas allein nicht mehr stemmen können“.

Schlüssel für die Nachwuchsgewinnung sei auch bei der Kirche die Jugendarbeit. „Gefühlt hat bei dreiviertel der Pastoren ein Erlebnis in jungen Jahren zur Berufswahl beigetragen“, sagt Hoth. Das könne die Mitgliedschaft oder Mitarbeit im CVJM sein.

Diakoniestellen für Jugendarbeit

Drei Diakoniestellen für Jugendarbeit hat die Landeskirche eingerichtet, einer davon soll von diesem Sommer an in Stadthagen tätig werden. Die Nachwuchsgewinnung dürfte nur ein geringer Teil seiner Aufgaben sein. Große Kirchen haben laut Hoth inzwischen zumeist eine halbe Stelle eingerichtet und mit jemandem besetzt, der sich ausschließlich mit dieser Personalfrage beschäftigt. Das sei so aber für die Landeskirche nicht leistbar. jcp

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