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25 Jahre Bürgerwald

Stadthagen 25 Jahre Bürgerwald

Über 50 Urkunden hat Siegfried Hille schon gesammelt. Sie dokumentieren seinen Einsatz für die Natur in seiner Heimatstadt Stadthagen. Der Autohändler hat sich schon an einigen Baumpflanzaktionen im Bürgerwald beteiligt und hat einen dementsprechend großen Beitrag zum Wachstum des Grünstücks, das nun seinen 25-jährigen Geburtstag feiert, beigetragen.

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Der farbenfrohe Bürgerwald besteht seit nunmehr 25 Jahren.

Quelle: rg

Stadthagen. „Die Natur ist einfach sehr wertvoll und ich möchte zum Erhalt etwas beitragen“, so Hille. Es sei traurig, dass an anderen Stellen so viele Bäume abgesägt werden. Da sei ein Gegentrend aus seiner Sicht wichtig.

Aus diesem Grund nutzte er seinen runden Geburtstag und ein Firmenjubiläum, um die Gäste aufzufordern, Bäume zu spenden. So wie Hille haben es in den vergangenen Jahrzehnten viele Stadthäger gemacht. Zu freudigen Anlässen wie der Geburt des siebten Enkels, manchmal aber auch zu traurigen Erlebnissen, pflanzten sie ihren Lieblingsbaum.

Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung in Stadthagen haben festgestellt, dass das Konzept des Bürgerwalds aufgegangen ist und sich viele damit identifizieren können: „Die Idee ist bei vielen Menschen auf lebhaftes Interesse gestoßen“, teilt die Pressesprecherin Bettina Burger mit. Seit 1990 seien bereits viele Hundert Bäume gepflanzt worden. Die Bürger haben bei den Pflanzaktionen die Auswahl zwischen unterschiedlichen Bäumen: Angeboten werden Esche, Hainbuche, Traubenkirsche und Stieleiche. Als Dank für ihr Engagement erhalten die Bürger Spenderurkunden, so wie sie Hille eben schon in großer Zahl hat.

1988 diskutierten die politischen Gremien über ein Konzept zur Errichtung eines Bürgerwalds. Nachdem zwei Ackerlandparzellen in der Nachbarschaft des Stadtwaldes erworben wurden, ging es am Tag der Umwelt im Jahr 1990 los: Bürger pflanzten den ersten Baum in ihrem eigenen Wald. Seither werden auf den mittlerweile mehrfach erweiterten Flächen zahlreiche gemeinsame Bürgerpflanzaktionen veranstaltet. Die Motive der Baumspenden sind immer andere. Gleich ist jedoch immer, dass die Bäume aus Baumschulen stammen, die auf standortgerechte Pflanzen setzen. Die Spendenhöhen bewegen sich zwischen 30 und 90 Euro pro Baum. Die Mitarbeiter der Stadt weisen darauf hin, dass die Spenden auch steuerlich absetzbar sind.

Die nächste Pflanzaktion ist für Sonnabend, 14. November, um 10 Uhr im Stadtwald an der Bornau geplant. Damit bekommen Familien, Vereine und Firmen die Möglichkeit, einen Baum zu stiften und zu pflanzen und diesen beim Wachsen in den nächsten Jahren zu begleiten. Hille geht häufig im Bürgerwald spazieren, wie er sagt. Auf seine eigenen Bäume achte er dabei gar nicht explizit: „Hauptsache, der Wald wächst.“ jemi

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