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Stadthagen Stadt 30 Erinnerungsorte in einer Tour erkunden
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt 30 Erinnerungsorte in einer Tour erkunden
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18:22 25.07.2011
Auf den Spuren verstorbener Stadthäger: Der „Friedhof vor dem Westerntore“ bietet Erläuterungen zu besonderen Grabstellen. © pr.
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Stadthagen/Lindhorst (kil). Zusammen mit den Eigentümern der Objekte, den Kommunen und vielen ehrenamtlichen Helfern hat die „Schaumburger Landschaft“ eine Reihe von Schlössern, Mausoleen, Kirchen, Herrensitzen und weiteren Orten mit Denkmalcharakter zusammengestellt, die von 10 bis 18 Uhr zu einer Spurensuche durch vergangene Jahrhunderte einladen.

Damit sich die teilnehmenden Denkmäler des Landkreises nicht ständig wiederholen, ist jedes Jahr eine von sieben Teilregionen an der Reihe. „Der Vorteil dabei ist, dass man die kulturelle Landschaft im Wandel erleben kann“, erklärte Sigmund Graf Adelmann. Ergänzend gibt es ein Begleitprogramm mit Musik, Führungen, Ausstellungen und Vorführungen alter Handwerkstechniken, die thematisch auf das jeweilige Denkmal abgestimmt sind. „Der Tag soll auch ein Familientag sein“, meinte Adelmann. Deshalb gebe es auch spezielle Angebote für Kinder.

Einen Überblick über das Programm gaben Adelmann und Irene Neumann von der „Schaumburger Landschaft“, Manfred Röwer von der Interessengemeinschaft Bauernhaus sowie Norbert Nowag und Susanne Egermann vom Bruchhof.

Die Besucher können am 11. September Orte betreten, zu denen sie sonst keinen Zugang haben. So werden zum Beispiel Führungen durch das Stadthäger Schloss angeboten, die auch den berühmten Kamin von Arend Robyn nicht auslassen.
Auf der Liste der Erinnerungsorte stehen zudem Gebäude, die zwar normalerweise zugänglich sind, an diesem Tag aber ganz besondere Einblicke erlauben. Hierzu zählt der Bruchhof, „die Keimzelle Stadthagens“, so Adelmann.

Er gehört zu den ältesten Wohnplätzen Schaumburgs und wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Heute diene das Anwesen als Wohn- und Arbeitsstätte für 40 Menschen mit einer Behinderung, erzählte Susanne Egermann. Am „Tag des offenen Denkmals“ bekommen Besucher einen Einblick in die bauliche Entwicklung des Hauses, unter anderem in die verbliebenen Mauern eines massiven Palas (Wohnturm), der aus der Romanik stammen soll.

Darüber hinaus sind in der Kreisstadt die Zehntscheune, das Mausoleum, die „Alte Polizei“, der Stadtgarten, der Jägerhof, die ehemalige Synagoge und der „Friedhof vor dem Westerntore“ beteiligt, um nur einige der Stationen zu nennen. Auf unterschiedliche Weise werden den Besuchern allerlei kulturelle und baugeschichtliche Hintergründe präsentiert.

Eine Reise in vergangene Zeiten bietet das Mehrzweck-Backhaus in Lindhorst an, das vor wenigen Jahren von der örtlichen Trachtengruppe restauriert wurde. Am 11. September kommt der alte Backofen wieder zum Einsatz. Zu den weiteren Objekten, die es in der Samtgemeinde Lindhorst zu besichtigen gibt, zählen unter anderem der „Hof Gümmer“, die St.-Dionysius-Kirche sowie die alte Ziegelei und das Mausoleum in Ottensen.

Wer Lust hat, kann mit dem Fahrrad von einem Denkmal zum anderen fahren. Der „Allgemeine Deutsche Fahrradclub“ hat dazu extra eine Radroute ausgearbeitet. Es gibt eine ausgeschilderte Strecke, die an der St.-Martini-Kirche in Stadthagen beginnt.

Insgesamt 25.000 Prospekte mit einer Programmübersicht liegen ab dem 10. August an den Schaumburger Tourist-Informationen aus und sind zudem auf der Homepage der „Schaumburger Landschaft“, www.schaumburgerlandschaft.de, einzusehen.

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