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70.000 Euro für Hüttenstraße

Geplantes Begegnungszentrum 70.000 Euro für Hüttenstraße

Das Begegnungszentrum an der Stadthäger Hüttenstraße kommt. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schaumburg hat mit ihrem Konzept überzeugt und sich gemeinsam mit 16 weiteren Bewerbern beim Wettbewerb des Niedersächsischen Sozialministeriums „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ durchgesetzt.

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Stadthagen. Insgesamt waren 52 Konzepte eingereicht worden. Projektstart ist für den 1. August geplant. Wie Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske erläutert, sei der erste Schritt nun die Personalsuche. Das Land fördert den „Mittelpunkt Hüttenstraße“ mit 70.000 Euro, die Stadt gibt 25.000 Euro dazu. Neben den Flüchtlingssozialarbeitern, die das Projekt zwar auch begleiten sollen, „aber andere Hauptaufgaben haben“, will die Awo eine volle Stelle schaffen. Mit den Projektmitteln wird die Stelle des „Kümmerers“ oder Quartiersmanagers geschaffen.

Passende Räumlichkeiten noch nicht gefunden

Der nächste wichtige Punkt seien die Räumlichkeiten. Der Stadtteiltreffpunkt soll als Anlaufstelle dienen. Dort soll es neben Beratungsangeboten – insbesondere für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte – genügend Raum für Begegnungen, Austausch und Veranstaltungen geben. Der Ausländeranteil im Quartier liegt bei 43,8 Prozent. „Wir befinden uns aktuell im Gespräch mit einem Immobilienbesitzer, vermittelt durch die Stadt“, so Hanauske, ohne Details zu nenne.

Dass der terminierte Projektstart in Gefahr sein könnte, weil noch keine Unterkunft für das Quartiersmanagement vorhanden ist, glaubt die Geschäftsführerin indes nicht: „Ein Teil des Konzeptes besteht ja darin, die Bewohner mit und ohne Migrationshintergrund bei der Gesamtumsetzung und Einrichtung einzubinden.“

Gemeinsam mit den Anwohnern sollen Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Außerdem sollen die Menschen ins vorhandene Vereinsleben eingebunden werden, indem die Angebote, die es vor Ort gibt, aufgezeigt werden. Die Sozialarbeiter wollen auch den Kontakt zu den Vereinen suchen, um gemeinsame Angebote zu entwickeln.

Um den Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen, sollen ehrenamtliche Sprachangebote initiiert und begleitet werden, darunter auch spezielle Angebote für Frauen. Mit der Jugendberufshilfe, der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter sind Infoveranstaltungen für Arbeitgeber geplant, Kontakttreffen im Quartier, Orientierungen zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie Hilfe und Unterstützung bei Bewerbungen.

„Wir sind ganz gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird“, sagt Hanauske, schließlich wisse man im Vorfeld nie, ob der gewählte Ansatz der richtige sei. „Aber wir sind guten Mutes.“

Das ist auch Bürgermeister Oliver Theiß, der sich sehr darüber freut, dass sich die Awo gegen solch eine hohe Zahl an Konkurrenten durchsetzen konnte. Wie berichtet, hat der Rat im Februar entschieden, das Projekt zu fördern.

col

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