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800 Geburten im Jahr erwartet

Mehr Arbeit fürs Standesamt 800 Geburten im Jahr erwartet

Das nächste Jahr bringt mehr Arbeit für das Standesamt Obernkirchen, weniger Arbeit für das Stadthäger Amt und sehr oft längere Wege für Eltern, die die Geburtsurkunde für ihr neugeborenes Kind abholen wollen.

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Frisch gebackene Eltern aus ganz Schaumburg müssen ihr Kind bald beim Standesamt in Obernkirchen melden.

Quelle: dpa

Landkreis/Stadthagen. Die Urkunde gibt es – soweit es sich um eine Geburt im neuen Kreiskrankenhaus handelt – nur im Standesamt Obernkirchen. Denn in dessen Bezirk liegt das neue Klinikum in Vehlen, das die Krankenhäuser in Stadthagen, Bückeburg und Rinteln ersetzt.

Es wird zum Beispiel für Stadthäger Eltern, deren Kind in Vehlen geboren wurde, nicht möglich sein, die Geburtsurkunde im Standesamt im Heimatort abzuholen. Das schreibt das Örtlichkeitsprinzip der sehr starren Personenstandsgesetzgebung vor. Zuständig ist immer das Standesamt, in dessen Bezirk das Kind geboren wurde. Da führt kein Weg drum herum. Dennoch haben sich die Bürgermeister von Obernkirchen, Bückeburg und Bad Eilsen beim Innenministerium gemeldet, um eine Möglichkeit der Kooperation unter den Städten auszuloten.

Das Ansinnen hat sich aber bereits vor Monaten zerschlagen. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind nicht praktikabel“, winkt der Obernkirchener Bürgermeister Oliver Schäfer ab. Einfach Außenstellen von Standesämtern einzurichten, „das geht nicht“, erläuterte Reiner Wilharm.

Verstärkung aus Bückeburg

Auf dem Standesamt Obernkirchen werden ab 2017, wenn das Klinikum Vehlen in Betrieb geht, laut Schäfer jährlich wohl 800 Geburten beurkundet werden. So viele Kinder kamen insgesamt jährlich in den Krankenhäusern Stadthagen und Bückeburg zur Welt. Da Obernkirchen bislang kein Krankenhaus hatte und das dortige Standesamt nur Hausgeburten zu verzeichnen hatte, kommt nun eine Menge mehr Arbeit auf das Standesamt zu, die für einen Standesbeamten nicht zu leisten ist. Darum erhält das Amt Verstärkung durch einen Standesbeamten aus Bückeburg, wo demnächst kaum noch Geburten registriert werden.

Zur Beurkundung der Geburten wollte die Stadt Obernkirchen laut Schäfer nun einen Extra-Bereich schaffen. Angedacht war ein Gebäude auf dem Bornemannplatz. Aber auch dies ist laut Personenstandsgesetzgebung nicht erlaubt. Der Bürgermeister: „Alle Bereiche eines Standesamts müssen sich in einem Gebäude untergebracht sein.“ sk

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