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874 neue LED-Leuchten

Stadthagen / Energiesparen 874 neue LED-Leuchten

Gebäudesanierung und Umsatteln auf moderne Technologien: Darauf liegt die Hauptaugenmerke beim Thema „Energetische Umrüstung“ in Stadthagen seitens der Stadt. Doch auch andere Aspekte – wie Energiesparleuchten für Straßenlaternen oder Blockheizkraftwerke – kommen zum Tragen.

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Viele Laternen in der Innenstadt – wie hier in der Engen Straße – haben bereits seit der ersten Umrüstungsaktion 2011 LED-Leuchten.

Quelle: tbh

Stadthagen (kle). Photovoltaik dagegen führt ein gewisses „Schattendasein“. „Das machen meist eher Privatleute oder Betriebe“, erklärt Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Allerdings hätten gerade die scheinbar „unspektakulären“ Erneuerungen (wie bessere Fenster), die man mit dem Auge kaum wahrnimmt, oft den größten Effekt.

Vor dem Hintergrund des Konjunkturpakets II wurden insbesondere in den Jahren 2009 bis 2011 große Summen in die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude investiert, vor allem an Schulen, Kindergärten und Sporthallen. Insgesamt beläuft sich diese Summe für Stadthagen auf 965 000 Euro.

Ein Beispiel ist die Turnhalle der Grundschule Am Sonnenbrink. Sie erhielt im Zeitraum von 2009 bis 2012 neue Fenster mit Sonnenschutzanlagen und einen Vollwärmeschutz. Das Dach wurde neu eingedeckt und gedämmt, auf das Dach kam eine Photovoltaikanlage. Gesamtkosten für die komplette Umrüstung, zu der auch der Anschluss an ein neues Blockheizkraftwerk gehört: 490 000 Euro.

Blockheizkraftwerke gibt es in Stadthagen beispielsweise auch am städtischen Klärwerk. Ihre besondere Effizienz liegt darin, „dass sie gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen“, erklärt Hegemann. Im Vergleich zur konventionellen Strom- und Heizkrafterzeugung würden damit jährlich rund 102 000 Kilowattstunden eingespart sowie 80 Tonnen CO2.

Das nächste absehbare Ziel der Stadt: LED-Leuchten für Straßenlaternen. Nachdem 2011 bereits 171 Stück umgerüstet wurden, stehen nun weitere 874 Lampen an. Kostenfaktor: 480 000 Euro, 25 Prozent davon übernimmt der Bund, wenn durch die Umrüstung mindestens 60 Prozent Strom eingespart werden. Ausgetauscht werden die Leuchten ab dem 12. November. Die Umrüstung beschränkt sich jedoch nicht auf ein bestimmtes Stadtgebiet, sondern betrifft meist einzelne Straßenzüge, die sich über die gesamte Fläche der Stadt verteilen.

Was danach auf dem „Energie-Terminplan“ steht, ist noch offen. Allerdings hat die Stadtverwaltung inzwischen ihren Energiebericht fertiggestellt, der demnächst den Gremien vorgelegt wird. Darin sind beispielsweise sämtliche städtischen Gebäude aufgelistet, detaillierte Informationen über deren Zustand und welche Möglichkeiten für energetische Sanierungen sich daraus ergeben.

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