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AWS sucht Argumente für oder gegen eine zusätzliche Wertstofftonne

Stadthagen / Entsorgung AWS sucht Argumente für oder gegen eine zusätzliche Wertstofftonne

Mit einer Wertstofftonne mit orangefarbenem Deckel für Kunststoffe und Elektrokleingeräte will die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) einen Teilbereich der Stadthäger Innenstadt ausstatten.

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Bernd Insinger demonstriert, dass die neue Tonne auch die Säcke mit den Leichtverpackungen aufnehmen soll. © jpw

Stadthagen (jpw). Die Eigentümer von 285 Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern an den Straßen Am Sonnenbrink, Gartenstraße und Seilerstraße, sowie im Bereich zwischen Parkstraße, Schachtstraße und Obere Wallstraße sind von der AWS angeschrieben worden, um sie zu motivieren, an einem Pilotprojekt teilzunehmen.
Außer Kunststoffen und Elektrokleingeräten können auch die Säcke mit den gesammelten Leichtverpackungen in den 240 Liter fassenden Behältern entsorgt und müssen nicht mehr im Haus zwischengelagert werden.

„Wir wollen mit diesem Angebot Erfahrungen mit dem neuen System der Wertstofferfassung sammeln“, sagte der Geschäftsführer der AWS, Bernd Insinger, während einer Informationsveranstaltung im Kreishaus, zu der zwölf Eigentümer erschienen waren.

„An den Gebühren ändert sich nichts“, sagte Insinger. Die Nutzung der orangen Tonne, die alle zwei Wochen geleert werde, sei freiwillig. Kunden, die das neue Angebot annehmen wollten, brauchten nichts zu unternehmen. Eventuelle Ablehnung könne ohne Angabe von Gründen auf der Antwortkarte vermerkt werden.

Insinger begründete den Versuch mit dem Bemühen der Bundesregierung, eine vierte Wertstofftonne flächendeckend einzuführen. Es sei das erste Mal, das der Gesetzgeber nicht Quoten, sondern ein System vorschreiben wolle. In Schaumburg falle pro Einwohner und Jahr rund 75 Kilogramm Restmüll an, in der Stadt Hannover sei die Menge dreimal so hoch. Gesucht würden, so meinte Insinger, mit dem Versuch, „belegbare Argumente, um den richtigen Weg zu finden.“ Möglicherweise sei eine vierte Tonne in Schaumburg auch überflüssig, dies werde sich bei dem Versuch, der mit genauen Auswertungen von Müllmengen und –qualitäten einhergeht, herausstellen.

Nach den Worten des Projektbetreuers der AWS, Carsten Wiepking, hätten bislang 80 Prozent der Haushalte im Versuchsgebiet ihre Zustimmung gegeben. Insinger bat die Anlieger darum, sich mit Fragen und eventuell auftretenden Problemen direkt an Wiepking unter der Telefonnummer (05 721) 970 513 zu wenden.

Parallel zur neuen Wertstofftonne bekommen alle Teilnehmer am Pilotprojekt für ein Jahr eine Restmülltonne mit verdoppeltem Volumen. Die AWS will untersuchen, ob es möglich ist, den Restmüll nur noch alle vier Wochen abzufahren.

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