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Stadthagen Stadt Aber bitte mit Schranke
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Aber bitte mit Schranke
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00:34 30.11.2014
Quelle: rg
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Stadthagen

Der Verein Stadtmarketing Stadthagen (SMS) als Interessengemeinschaft der Einzelhändler begrüßt die Vorschläge grundsätzlich. „Das Handyparken ist eine tolle Sache, da Kunden nicht mehr Gefahr laufen würden, ein Knöllchen zu bekommen, weil ihre Parkzeit abgelaufen ist“, sagt SMS-Vorsitzender Günter Raabe. Er selbst habe der Stadtverwaltung bereits vor drei Jahren den Vorschlag unterbreitet, ein solches System einzuführen.

 Auch die „Brötchentaste“ unterstützt Raabe. Allerdings wünscht er sich das kostenfreie Kurzzeitparken flächendeckend – nicht nur zusätzlich auf dem Viehmarkt-Parkplatz. „Damit erhöhen wir die Kundenfrequenz in den Geschäften“, glaubt er. Allerdings sollte mit der „Brötchentaste“ ein Ticket für 30 und nicht nur für 20 Minuten gezogen werden können.

 Mit Blick auf kostenfreies Parken an umsatzschwachen Tagen wünscht sich Raabe eine Ausdehnung auf die Nachmittage von Montag bis Mittwoch. Zwar laufe man dann Gefahr, dass Dauerparker die Stellflächen blockieren, allerdings sei deren Zahl um diese Zeit wohl eher gering.

 Der Schulhof am Schlosspark sollte seiner Meinung nach ein moderner, ansprechender Parkplatz werden: grundsätzlich kostenpflichtig, aber vor allem mit größeren Stellflächen. Stadthagen müsse die Boxen endlich den gewachsenen Autoabmessungen anpassen.

 Die Einzelhändler an der vor allem betroffenen Obernstraße sehen ein kostenpflichtiges Parken an der Schule am Schlossgarten unterschiedlich. Ingrid Rode-Behrens, Inhaberin von Rode Schuhe, möchte an der Gebührenfreiheit festhalten. „Alles andere ist eine sehr schlechte Idee“, sagt sie. Die Kunden würden ohnehin immer über ihre ablaufende Parkzeit reden. „Für ausgiebige Beratungsgespräche bleibt kaum Zeit“, bemängelt sie. Sollte das Parken auf dem Schulhof kostenpflichtig werden, werde auch die grundsätzliche Kritik am System noch zunehmen, glaubt sie. Falls dort Gebühren erhoben werden, dann sollte dies wenigstens mittels Schrankenregelung erfolgen. So müssten die Kunden sich nicht vorher auf eine bestimmte Zeit festlegen.

 Carsten Bürgel (Betten Meier) befürwortet dagegen eine Kostenpflicht auf dem Schulhof. Bisher werde der Platz nämlich von Dauerparkern, zumeist Mitarbeiter der Geschäfte, blockiert. „Für die Kunden ist dort kaum Platz.“ Gebühren seien deshalb sinnvoll allerdings fordert auch er eine Schrankenregelung, um Kunden beim Einkauf weniger unter Zeitdruck zu setzen.

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